App-Gedanken

Seit ich ein Smartphone habe und auch tatsächlich benutze (also seit ca. einem Jahr) habe ich mir ein paar Apps (zumeist gratis – eine sehr schöne Eigenschaft) heruntergeladen und ausprobiert. Es hat sich für mich gezeigt, dass ich viele Programme kurz ausprobiere, denke, wie toll sie sind / wie viel Spaß sie machen / wie nützlich sie sind und dann nach kurzer Zeit für Wochen oder Monate nicht mehr anfasse.

Inzwischen habe ich mir angewöhnt, solche Anwendungen auch mal wieder (samt Daten) vom Telefon zu löschen, damit es nicht so "zumüllt". Zurück bleiben dann die Apps, die ich tatsächlich gut gebrauchen kann und die mein Leben erleichtern – ohne ’nur‘ Zeit zu fressen. Na gut, ein paar ‚Zeitfresser‘ sind schon dabei 😉

Besonders charakteristisch war für mich hierfür eine App, in der ich meine persönlichen ‚Geldbewegungen‘ notieren konnte. Ausgaben, Einnahmen und Finanzen (das heißt vor allem der Überblick darüber) sind seit Jahren eine meiner Schwächen und auch jetzt habe ich nicht im Blick, wie viel Miete ich zahle, wie viel ich im Monat für Versicherungen ausgebe oder (ungefähr) für Läufe und das Drumherum. Ich sage mir immer, solange noch etwas Geld gespart werden kann, sodass ich für schlechte Zeiten gewappnet bin, ist die Verteilung der Ausgaben nicht so wichtig.

Aber: Neues Jahr, neue Vorsätze. Und so habe ich ab Januar tatsächlich alle meine Ausgaben und Einnahmen fein säuberlich per Handy erfasst. Egal ob der Einkauf bei Edeka, die Abbuchung von der Debeka oder Ausgaben für Geschenke. Das Handy wurde gefüttert und spuckte im Gegenzug fleißig Statistiken, Saldos und Übersichten aus.
Bis zum 15. Januar ungefähr.
Dann hatte ich einmal eine Eintragung verbichert, konnte mich nicht mehr ganz an die genaue Summe oder einen Posten erinnern, es gingen mehr Informationen verloren und schwupp! war die ganze Rechnerei hinfällig, da unvollständig.

Mittlerweile habe ich wieder keinen Überblick über meine Transaktionen, die App ist gelöscht und an der (prominenten) Stelle auf dem Bildschirm, wo sie lag, ist nun die Kindle-Reader-App zu finden. Zur Zeit bestückt mit "Snuff", dem aktuellen Werk von Terry Pratchett. Ich finde, dieser Tausch macht mich zwar nicht reicher – aber dafür zufriedener 🙂

Advertisements

2 Antworten to “App-Gedanken”

  1. Laufmauselke Says:

    Toll, wie Du damit umgehst. Hast Du eigentlich auch eine App für Deine Läufe? Ich empfehle RunTastic. Da könnten wir uns treffen. 🙂 Liebe Grüße Elke

  2. Hoppelchen Says:

    Sehr sympathisch, Stefan. Sich zu notieren wozu man sein Geld ausgibt ist Zeitverschwendung und sparen ist auch Quatsch. Das Leben findet heute statt.
    Gruss Hoppelchen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s