Berlin – ein Vorbericht als Nachbericht

So läuft es mal wieder… unter der Woche keine Zeit für journalistische Tätigkeiten und am Wochenende muss dann aufgeholt werden. Da wir erst in zwei Stunden bei Ralle und Kerstin sein müssen, habe ich zum Glück für ein paar hundert Worte Zeit und kann kurz vom Berlin-Marathon erzählen.
Zunächst einmal: schön war´s! Wenn auch wahnsinnig anstrengend! Aber fangen wir doch von vorne an. Von vorn, das heißt diesmal: am Freitag. Denn zum ersten mal seit ich bei dem Lauf teilnehme, habe ich es tatsächlich schon vor dem Wochenende geschafft, meine Startnummer zu besorgen und war somit am Samstag völlig sorgenfrei, was das angeht. Gut – dass Besorgen war auch wieder auf den letzen Drücker und als ich 20:50 Uhr am Flughafen Tempelhof ankam (bis 21:00 ging die Ausgabe), musste ich zum einen den Türsteher mit einem mitleidigen Blick überzeugen, dass ich noch rein müsste und zum anderen durch das gesamte Ausstellungsgelände sprinten, um die Nummer abzuholen.
Aber es hat geklappt. Pünktlich um kurz vor 9 hielt ich die Nummer in der Hand (diesmal ganz frisch gedruckt – ein sehr gute Einrichtung!) und konnte mich, mit einem Starterbeutel bewaffnet, noch auf ein Bierchen mit Anne Koch am Gendarmenmarkt begeben. Anne ist eine Kollegin von mir („Annimistratorin“) und hilft mittlerweile seit einigen Jahren immer wieder beim Berlin-Marathon mit viel Begeisterung.
Aus einem Bierchen wurden im Augustiner (der bayerischen Dependance in Berlin) natürlich ganz schnell zwei, aber da wir beide einen langen, anstrengenden Tag hinter uns hatten, schlichen wir uns bereits vor Mitternacht vom Hof.

Am Samstag konnte ich dann noch meinen Neffen Wieland beim Minimarathon anfeuern. Die „Kleinen“ (die inzwischen schon ziemlich groß sind) liefen das letzte Zehntel der Original-Marathonstrecke und ganz viele Kinder waren mit Begeisterung dabei. Es war wirklich schön anzusehen – von den Top-Sprintern vorne (SCC Berlin und Potsdamer Laufclub) bis zu den Bambinis, die mit kleinen Tippelschritten neben Eltern und Erziehern herliefen.
Abends dann noch schnell auf eine Geburtstagsfeier eines Kommilitonen (deswegen musste auch die Pastaparty ausfallen) und schon war auch der Samstag wieder vorbei (nach viel Schwatzem, Lachen und wiederum dem einen oder anderen Bierchen).

Da es im letzten Jahr so lustig war, im Kostüm, wollte ich auch heuer wieder verkleidet durch die Hauptstadt laufen. Eigentlich mal in einem anderen Fummel, aber da mein Organisationstalent etwas schwach ausgeprägt ist, holte ich doch wieder den Tiger aus dem Schrank. Zusammen mit zehntausenden anderen (diesmal kam es mir wirklich voll vor!), schoben wir uns langsam in Richtung der Startlinie vor. Es kam mir ein bisschen vor wie Massenläuferhaltung. „Wir“, das waren diesmal Silke, Thomas (ebenfalls zwei Kollegen) und Micha (Silkes Mann). Micha – der „weiße Kenianer“ – startete ein paar tausend Läufer vor uns und kam auch schon nach sehr guten 3:26 h im Ziel an. Zeiten, die für uns Nachfolgenden ähnlich unwahrscheinlich sind wie der Weltrekord.
Und als ich so mit Silke in der Menschentraube wartete, sehe ich doch tatsächlich Ines Abel stehen – gleich neben uns. Es gab ein großes „Hallo!“, Detti war auch dabei und die beiden wollten einfach irgendwie durchkommen. Nach einem durchwachsenen Laufjahr mit Verletzungen, Absagen und sehr wenigen Kilometern, wollten sie nur die Stimmung in Berlin genießen und kamen am Ende mit 5:11 h ins Ziel. Ein weiterer Erfolg auf ihrer mittlerweile recht langen Liste der absolvierten Berlin-Marathons.

Und dann – gegen 9:15 Uhr – passierten wir auch die Startlinie und stürzten uns in das Berliner Lauf-Abenteuer…

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