Die unausgeschlafene Gesellschaft

Ich habe zu wenig geschlafen in der letzten Zeit!

Wann dieser ‚Trend‘ begann, vermag ich gar nicht genau zu sagen, denn eigentlich war ich schon immer jemand, der vom Tag und der Nacht möglichst viel erleben wollte. Die Folge war dann natürlich des Öfteren, dass ich Abends einfach so einschlief. Beim Fernsehen, Spielen, im Gespräch – überall. Ich war einfach übermüdet.
Aber wie gesagt: Das war eigentlich schon immer so und hat mir bisher nicht viel ausgemacht – denn schließlich ist das ‚wache‘ Leben so spannend und interessant, dass ich möglichst wenig verpassen möchte.

Nun ist es nicht so, dass das Leben weniger spannend oder uninteressanter geworden ist – aber ich habe das Gefühl, dass ich durch den wenigen Schlaf, den ich mir gönne, unausgeglichener, fahriger und unkonzentrierter bin. Darunter leidet nicht nur die Arbeitsleistung und Produktivität, sondern auch die persönlichen Beziehungen. Wenn ich mich immer zusammenreißen muss, um ein Treffen noch über die Bühne zu bekommen oder tatsächlich beim Gespräch die Augen offen zu halten – das kann es ja nun nicht sein!

Was mir die Augen geöffnet hat, war das Buch, das ich aktuell lese. Es heißt „Die unausgeschlafene Gesellschaft“ und befasst sich mit den Folgen eben jenes Schlafmangels. Ich habe es schon seit ein paar Jahren im Schrank (nachdem es Anne Koch mir mal empfohlen hatte) und dachte immer: „Ja, ja. Wird schon stimmen, aber ist ja nicht so schlimm….“
Die Folgen, die der Autor (Stanley Coren) schildert, als er im Selbstversuch seinen Schlaf reduziert hat, kamen mir nur leider allzu bekannt vor. Und so habe ich also ernstlich entschieden, dass ich mehr Schlaf brauche – einfach, um die wachen Stunden auch so zu erleben, wie ich es möchte.

Das Lustige (oder ernste, je nachdem) ist: Seit ich das Thema angesprochen habe, habe ich von meinem Papa gleich Hinweise auf die fehlende Konzentration bekommen. So steht z.B. im letzten Blog-Eintrag „Urlaub“ statt „Urteil“ – wenn hier mal nicht Freund Freud am Werk war!
Den aktuellen Artikel werde ich wieder korrekturlesen und hoffe, dass mir dabei kein solcher Fauxpas unterläuft (obwohl das natürlich auch im konzentrierten, wachen Zustand nicht garantiert ist). Und immerhin habe ich in der letzten Nacht 10 Stunden geschlafen und fühle mich halbwegs ausgeruht, frisch und gut drauf.

Aufgeweckte Grüße.

Stefan

P.S.: Das nächste, ähnliche Buch, liegt noch ungelesen auf dem Tisch: „Die Mañana-Kompetenz“ – wer weiß, welche Erkenntnisse mich da erwarten…. 😉

 

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3 Antworten to “Die unausgeschlafene Gesellschaft”

  1. Dietrich Says:

    Na dann:
    Guten Morgen und ein ausgeschlafenes Wochenende!

  2. Sherrylady Says:

    Ist wirklich dieses Wunder geschehen? Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben – freu mich aber schon sehr, mal wieder mit einem wirklich ausgeschlafenem Stefan zu plaudern.

  3. Lumi Says:

    Hankas erster Gedanke war auch meine 😉
    In diesem Sinne schöne Träume und ausgeschlafene Erlebnisse 😀

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