Baltic Run – Vorgezogene Zusammenfassung

Nu isses schon wieder vorbei!
Viel zu schnell verging die schöne Zeit mit all den besonderen Leuten beim Baltic Run und es war mal wieder gar nicht die lange Laufstrecke, die für mich so herausragend war, sondern die Gemeinschaft der Läufer, Helfer und Verwandten (was oft gar nicht voneinander zu trennen war). Ich glaube fast, das Laufen war eher ein Anlass als ein Grund für uns, dass wir uns für fünf Tage zusammen getan haben und gemeinsam, wie eine große Schulklasse (unsere Caterer würden vielleicht auch sagen: wie ein großer Heuschreckenschwarm) von Berlin an die Ostsee gefahren sind. Und wieder einmal war ganz eindeutig der Weg das Ziel. Oder wie es Grit am Mittwoch auf die Straße gesprayt hatte: "Das Bier ist das Ziel!" 🙂

Es war gar keine spezielle Begebenheit, die für mich den Baltic-Run 2012 so besonders gemacht hat. Es hat einfach rundherum alles gestimmt (außer, dass ich mir vielleicht noch drei Personen vom Team Hanka mehr mit dabei gewünscht hätte, aber man kann ja nicht alles haben) und so kann ich Jörg Stutzke verstehen, der heute auf der Abschlussveranstaltung meinte: "Besser kann es eigentlich nicht mehr laufen – hier sollten wir erstmal aufhören."

Am ersten Tag war es das gemeinsame Laufen mit Tom und die Anerkennung für VP 5 (Kerstin und Karin), die stundenlang(!) innerhalb eines Mückenschwarm ausgehalten haben.
Am zweiten Tag war es der Sprint auf den letzten 3 Kilometern (mit 5:30 min/km, obwohl ich dachte, ich schaffe keine 7 Minuten mehr) und die Halle, wo Hanka, Nicole und ich unter einer Decke gelegen haben.
Am dritten Tag war es Torgelow, mit seinen ewig langen Geraden, diesmal unter glühender Hitze. Und Nikolaus – ein griechischer Teilnehmer -, der wegen seiner Sonnenallergie nur komplett vermummt laufen konnte. Bei 30 Grad im Schatten!
Am vierten Tag waren es die "Mecklenburger Everglades" (Zitat Norbert Möhr) und eine weitere Hitzeschlacht, die den Reiz ausmachten (aber jetzt waren wir ja auch schon daran gewöhnt :–)))
Und am letzten Tag war es die Wandlung von einem elenden Lauf (bis Kilometer 15 war mir schlecht und dösig) zu einem wunderschönen, sorglosen Zieltag vom Baltic Run, wo ich mit Sascha auch mal am Gashebel drehen konnte und einen 5er dabei hatte, der mit ca. 27:38 Minuten gestoppt wurde.

Das sind natürlich alles nur ganz kleine Schlaglichter auf eine wunderschöne Zeit mit ganz vielen besonderen Menschen. Und was für mich am allerbesten ist, ist, dass diese – doch recht unterschiedlichen – Charaktere so gut miteinander harmoniert haben und alle aufeinander Rücksicht genommen haben. Vermutlich ist dies auch in anderen Sportarten oder Hobbies so (Kegeln, Schach, Orchideenzüchtung) – aber bei Ultraläufern kann ich es zumindest aus eigener Erfahrung bestätigen.

Jetzt fallen mir die Aufgen zu….. Morgen mehr.

Stefan

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