Baltisches Gerenne – 1. Tag

Der erste Tag des (vorerst) letzten Baltic-Runs ist geschafft und es war eine sehr angenehme Tour!
Nachdem ich in Berlin noch gut und ausführlich gefrühstückt hatte (ich kann WG-Partner wirklich jedem empfehlen!), machte ich mich gegen Viertel Acht auf den Weg zum Alex, denn am Berliner Dom sollte unsere Reise beginnen. Vielleicht hatte ich wirklich ein bissi knapp kalkuliert oder hätte mir denken können, dass der Häuptling vorher noch ein paar Worte loswerden möchte oder einfach nur die Läufer zählen…. Diese Gedanken kamen mir jedenfalls nicht, sonder im Kopf hatte ich nur die Information, dass es um 8 Uhr losgehen sollte und so wollte ich auch um 8 Uhr vor Ort sein.
 
So bog ich also, 10 Minuten vor dem Start, um die Ecke vom Berliner Dom in den Lustgarten ab und es bot sich mir wirklich ein lustiger und schöner Anblick. Rund 100 Meter entfernt standen 70 baltische Renner und lächelen in die Kamera um die Wette. Ich schaute mir ein bisschen das Spektakel an, doch  als ich ca. die Hälfte der Strecke zur Deutschen Nationalgalerie (Startpunkt) zurückgelegt hatte, kam plötzlich Bewegung in die Gruppe. Es könnte an meinem rosa Team-Outfit gelegen haben – jedenfalls kam bei mir ein Gelächter an, dass ich mich schon an die Ostsee und die Möwen erinnert gefühlt habe. Ein schönes Gefühl auf jeden Fall und ich musste nicht schlecht grinsen 😀
 
Kurz danach traf ich noch Detti Abel, der eigentlich selbst mitrennen wollte, aber auf Grund einer Verletzung im Winter und dem dadurch entstandenen Trainingsrückstand leider nicht teilnehmen konnte. Er wünschte uns aber viel Glück und ein bisschen Wehmut war in seinen Augen schon zu lesen, als er uns auf die Reise schickte. Schließlich hat er bei allen bisherigen Baltic Runs mitgemacht und ist erfolgreich angekommen!
 
Los zuckelte das Feld also über die Schlossbrücke, an der Marienkirche vorbei und immer Richtung Norden aus Berlin raus. Es war noch ein gehöriges Maß an Party-Publikum unterwegs, sodass wir uns u.a. im Prenzlauer Berg anhören mussten: „IHR SCHEISS JOGGER!!! GEHT IN DEN WALD! VERPISST EUCH AUS BERLIN!!!!!“ Begleitet wurde der unflätige junge Mann von einem stattlichen Hund, sodass es schon erstaunlich war, dass nicht einer der Läufer angegriffen wurde – aber anscheinend wollte sich der Mann nur abreagieren – egal an wem!
 
Anschließend fast an der Heimat vorbei (KFC und Moschee in Pankow-Blankenburg), an der Autobahn entlang und schließlich zu Ecky zum ersten VP. Der war noch völlig baff, dass René Strosny bei ihm bereits nach 32 Minuten (für 8 Kilometer!) vorbei gekommen ist. Unterstützt wird er diesmal von Ronny Richter – auch eine alte Bekannte aus den letzten Jahren, die neben dem Helfer-Job ihren Mann Dirk begleitet. Ein ganz sympathisches Paar und auch aus Berlin.
 
Über Zepernick, Bernau und weitere Speckgürteldörfer ging es weiter, immer in Richtung Norden und es lief für alle Läufer recht rund. Es war fest zu stellen, dass das Tempo des Feldes ganz schön hoch war (nicht nur an der Spitze) – ich hoffe, dass das nicht einige noch bereuen…
Ich blieb naatürlich am Ende des Feldes und wurde diesemal von Tom Fedler – unserem ehemaligen Kofferträger beim Baltic Run – begleitet, der es auch nicht zu schnell angehen lassen wollte. Es war eine kurzweilige Etappe und wir lieferten uns mit Hajo und Sigrid ein hartes Duell, um die Ehre des letzten Platzes. Bloß beim obligatorischen „Pre-Finisher-Bier“ im Schleusengraf schwächelte Tom ein wenig: Er nahm nur ein kleines und brach nach 5 Minuten schon wieder auf – und das, obwohl wir über eine Stunde auf das 9-Minuten-Pacebuny (Zeitlimit) gut hatten!
So kam es, dass ich die letzten 10 Kilometer alleine lief, aber da ich davon noch einiges vom Finowkanal-Lauf kannte, wurde es mir nicht langweilig.
 
In Hubertusstock kam ich dann ganz entspannt – und gemäß der Kriterien vom Team Hanka – als Drittletzter an (Sigrid und Hajo folgten gemeinsam) und genoss erst mal das alkoholfreie Krombacher-Weizen und vor allem die heiße Badewanne! So könnte es gern weitergehen…. 🙂
 
Baltische Grüße.
 
Stefan
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Eine Antwort to “Baltisches Gerenne – 1. Tag”

  1. Laufmauselke Says:

    Danke für Dein Berichten, lieber Stefan. Ich verfolge Euren Lauf aufmerksam. 🙂 Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg. Und grüße bitte alle, Die mich kennen.
    Liebe Grüße
    Elke

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