Short Iron Trail

Es ging so gut los – wir waren (relativ) gut vorbereitet, ausgeschlafen und hatten uns prima auf den Weg gemacht – als uns zunächst die Nachricht vom Aufschub und letztendlich vom Abbruch des Swiss Iron Trail erreichte. Und so mussten wir – inmitten der Bergidylle unseren Lauf schon mitten in der Nacht und nach 37 Kilometern abbrechen.

Die offizielle Begründung waren die „außergewöhnlichen“ Wetterbedingungen in der Nacht – von der wir allerdings überhaupt nichts gespürt haben. Es hat geregnet, es war schlammig und steil und die Temperaturen waren nicht allzu hoch – aber wenn das nicht normal ist auf 2.500 Meter Höhe – dann weiß ich es auch nicht!

Jedenfalls haben die Organisatoren den Lauf abgebrochen und wir haben etwas in die Röhre geschaut. Von einer Erstattung oder einem Freistart im nächsten Jahr – schließlich hatten wir keinen einzigen VP auf den 37 Kilometern, die wir gelaufen sind – war noch nichts zu hören und so wie sich die Veranstaltung bisher präsentiert hat („chaotisch“, würde ich sagen), ist damit wohl auch nicht zu rechnen. Kurz gesagt: Im nächsten Jahr werden wir wohl nicht wieder beim Iron Trail dabei sein und ich kann den Lauf auch niemandem empfehlen!

Aber etwas Gutes hatte die Sache doch: Ich habe die Berge kennengelernt (wenn ich auch nur am ersten Pass schnuppern durfte) und ich muss sagen, dass ich ganz begeistert bin. Das Panorama, der Schnee auf den Gipfeln und teilweise unter unseren Füßen, eiskalte Gebirgsbäche, schmale Pfade und Hänge, die man ohne Stöcke kaum bekraxeln kann – all das war selbst trotz der kühlen Nacht so wundervoll, dass ich unbedingt wieder einen Lauf im alpinen Gelände machen will. Dazu gehört – zugegebenermaßen – ein bisschen mehr Höhentraining, als ich bis jetzt hatte. Aber selbst das müsste in Berlin hinzukriegen sein. Schließlich haben wir hier die Oderbruchkippe, den Kienberg, den Teufelsberg, und und und….

Die Höhenmeter werden natürlich notiert und für den UTMB gesammelt. Also: Der Berg ruft!

 

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Eine Antwort to “Short Iron Trail”

  1. Dietrich Says:

    Wir sind gespannt auf Deine Erzählungen. Bis morgen!

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