Balaton – Tag 1

Jetzt bin ich schon so lange mit meinem Blog im Rückstand, dass ich schon allen Ernstes gefragt wurde, ob ich es denn noch weiter betreibe. „Ja, klar!“ konnte ich da nur antworten – wie soll ich sonst meine Thesen und Ansichten über Gott und die Welt in ebenjener verbreiten. Apropos Gott… aber nein, der kommt ein anderes mal auf die Tagesordnung.

Heute geht es erst mal noch mal in Gedanken um den Balaton – oder zumindest auf das erste Teilstück. Es war heiß an jenem Tag und dadurch, dass der Lauf – mit Rücksicht auf die Läufer, die am gleichen Tag erst anreisten – erst um 11:00 Uhr startete, kamen wir tatsächlich in die größte Hitze. Aber es war gleichzeitig ein sehr schöner Auftakt, da der See (immer zu unserer Rechten ;-)) so schön glänzte und wir uns einfach freuten, dass ein netter Weg vor uns liegt. Mirko machte Fotos am Wegesrand (er hat dafür wirklich einen sehr guten Blick) und auch die vielen Helfer (die VP’s waren recht nah beieinander) jubelten  uns fröhlich zu. Insgesamt also nichts, um sich Sorgen zu machen…

Wenn da nicht dieses fiese Zeitlimit gewesen wäre. Da ich quasi der Pacemaker in unserer Zwei-Mann-Lauf-Gemeinschaft war (Rene und Ralph hatten sich mit Kerstin nach vorne abgeseilt – aber Marianne hielt uns die ganze Zeit die Treue) und sowieso immer derjenige bin, der sich um Disqualifikation und Zeitüberschreitungen und so Sorgen macht, hatte ich an diesem Tag doch eine gewisse Pein auszustehen. Wobei ich sagen muss, dass Mirko sich große Mühe gab – und es für uns einfach nicht schneller ging. Er hatte beim Frühstück wohl etwas falsches gegessen und so quälten ihn quasi die ganzen 46 Kilometer lang Magenbeschwerden. Und damit lässt es sich nun wirklich nicht schön laufen.

So dehnten wir die Zielzeit also etwas (das Zeitlimit war mit 7:20 min/km für einen Etappenlauf aber wirklich recht harsch) und kamen mit 19 Minuten Verspätung ins Ziel. Dadurch, dass die Ungarn so ein nettes (und nachsichtiges) Völkchen sind und wir hoch und heilig versprachen, am nächsten Tag im Zeitlimit zu bleiben, wurde noch mal ein Auge zugedrückt und wir kamen ganz offiziell in die Wertung.Und um den nächsten Tag machten wir uns noch nicht ernsthaft Sorgen, als wir erschöpft, aber glücklich in der ungarischen Abendsonne saßen und einfach unseren Lauf verdauten.

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