First for the show…

Ihr wisst ja wie das ist: Lange Läufe, lange Artikel. Und so splitte ich den Bericht über den Run2Kill lieber gleich mal in zwei Teile, damit es wenigstens pro Eintrag nicht zu lang wird.

Die Geschichte vom Run2Kill 2012 beginnt für mich eigentlich schon am Donnerstag, obwohl der Lauf erst am Freitag um 18 Uhr startete. Donnerstag machte Hanka nämlich ihre lang angekündigte „Verkaufs-Party“. Ihr Projekt hat einen wichtigen Geschäftsabschluss erzielt (ein großes Verdienst von Hanka) und das musste natürlich gefeiert werden. Deshalb wurden schnell von allen die Zutaten zusammengetrommelt und eine recht spontane Party bei unserem Kollegen Chris veranstaltet. Nun ja… am nächsten Tag stand natürlich der Run2Kill an – aber bei der Feier wollte ich doch gern dabei sein 🙂

So schwatzten, schnabbulierten, spielten und sangen wir uns also durch die halbe Nacht (für den Lauf hatten wir sowieso am Freitag frei genommen) und feierten ausführlich den prächtigen Verkauf. Schön war es, auch wenn mir später gesagt wurde, dass wir am Mikro wohl etwas zu laut waren – man hat uns trotz der geschlossenen Fenster bis nach draußen gehört 🙂

Da am nächsten Tag frei war, machten Hanka und ich es uns morgens beim Frühstück erst mal gemütlich und ließen es ganz ruhig angehen. Trotzdem kamen wir pünktlich um kurz vor 13 Uhr aus dem Haus – es geht halt nichts über einen entspannte Zeitplanung mit viel Puffer. Den brauchten wir auch, denn obwohl ich sie schon Wochen auf Arbeit hatte, habe ich doch im entscheidenden Moment vergessen, meine Stirnlampe einzustecken. Aber es war kein großer Umweg und so konnten wir uns voller Vorfreude auf den Weg nach Hildesheim machen.

Das Wetter zog sich während der Fahrt etwas zu und mir kamen schon Bilder vor die Augen von triefenden Bäumen, tiefen schlammig Pfützen auf dem Weg und glitschigen Abhängen, die wir auf allen vieren hinaufkrauchen müssen, weil wir immer wieder abrutschen. Aber ein Indianer kennt keinen Schmerz und einem Ultraläufer sollte das Wetter egal sein – die Herausforderung liegt schließlich in der Distanz und nicht darin, ob man sich eine Regenjacke anziehen muss oder nicht. Außerdem war ich dank Hankas Muttiliste auf fast alles vorbereitet.

Pünktlich kamen wir dann auch in Hildesheim an, sodass wir Michas „Briefing“ noch in voller Länge mitbekamen. Wie immer sagte er sinngemäß, dass wir uns nicht so anstellen sollen, wenn es weh tut – wir hätten es ja selbst gewählt und müssten jetzt nicht jammern. Ein paar Erläuterungen noch zur Strecke (u.a. war der VP diesmal leicht versetzt, wodurch sich eine andere Runde ergab) und dann wurden wir quasi auch schon auf selbige geschickt.
Das Wetter war immer noch schnee-regnerisch und der Wind pfiff (gerade auf den offenen Feldern), aber da ich Petra Rösler an meiner Seite hatte, wurde es eine nette erste Hälfte. Wir schwatzten über Gott und die Welt, verliefen uns ein paar Mal (trotz zweier Garmins!), aber nicht schlimm und schreckten zum Glück im Wald auch keine Wildschweine auf. Am härtesten war für mich in dieser Phase das Wachbleiben. Ich bin sonst schon keiner, der locker eine Nacht durchmachen kann – aber dann noch beim Laufen im Wald. Mir kamen wieder Bilder vor Augen, als ich mich in Biel einfach für eine Stunde hingelegt hatte, weil ich sonst im Laufen eingeschlafen wäre (seitdem kann ich Hankas Telefonnummer auswendig ;-)) – und auch beim Run2Kill gab es Phasen, da hätte ich alles für ein weiches Bett gegeben.
Aber wenn es mal wieder ganz schlimm wurde mit der Müdigkeit, gab mir Petra etwas Ingwer ab und dank der Schärfe des frischen Ingwers war die Aufmerksamkeit wieder für eine gute halbe Stunde da. Außerdem war die Müdigkeit nur phasenweise und wurde immer wieder von einer tollen Laufstimmung unterbrochen, wo Petra und ich einfach fröhlich durch den Wald huschten. Der Regen hatte inzwischen aufgehört und wir hatten eine sternenklare Nacht und die umliegenden Dörfer leuchteten uns auch von weitem an. Eine phantastische, ganz wunderbare Stimmung.

Bis zum letzten Abschnitt auf der ersten Hälfte (ca. Kilometer 46) ging so auch alles gut – wir kamen gut voran und hielten uns trotz Müdigkeit und teilweise beinharter Anstiege locker auf den Beinen -, der letzte Abschnitt, zurück nach Hildesheim (34 km) brachte Petra aber dann aus dem Tritt. In dem hügeligen Gelände mussten wir immer wieder Geh-Pausen einlegen, weil der Fuß arg weh tat und die Kilometer zogen sich hin. Wir zählten schon runter, bis die Hälfte endlich in Sicht war und wir, am Startpunkt wieder angekommen, uns erst mal gehörig stärken konnten….

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