Nobler Abend mit Sake

Wow, was für ein Abend! Noch immer wohlgesättigt, zufrieden und auch etwas müde, denke ich mit einem Lächeln an das Sake-Dinner zurück.
Dazu gekommen bin ich eher zufällig: Als ich am letzten Samstag Inforadio gehört habe, bekam ich etwas von einem Quiz mit, bei dem man einen „Sake-Abend“ gewinnen konnte. Ein Dinner im Restaurant „Vox“ des Hyatt Luxus-Hotels. Ich dachte, ich probiere es einfach mal und als 3 Tage später eine Mail kam, dass ich gewonnen hätte, dachte ich, dass gibt’s ja nicht.

So war ich heute also pünktlich 18:00 Uhr im Vox und lernte Reiner Veit kennen – den Macher von „Aufgegabelt“, der Kochshow im Inforadio – kennen. Man sieht’s ihm an, dass er gerne kocht und gerne isst und mit seiner sonoren Stimme ist er eine beeindruckende Erscheinung. Noch beeindruckender war allerdings die Bar im „Vox“, vor der er stand. 240 unterschiedliche Whiskeysorten. Alle sauber aufgereiht und wohl präsentiert. Wäre es heute Abend nicht um den japanischen Reiswein gegangen – der übrigens gar kein Wein, geschweige denn Schnaps ist -, hätte ich mich wohl durch 3 oder 4 Sorten durchprobiert.

Mit mir waren noch 7 andere Gewinner da, eine weitere Inforadio-Mitarbeiterin (Online-Redaktion) und Reiner Veit – macht zusammen also 10 Gäste. Wir wurden in ein Separée geführt und meine „Befürchtung“, es gäbe ausschließlich Sake, zerschlug sich ziemlich schnell. Das „Vox“ hatte für uns extra ein ganzes Menü zusammengestellt – mit dem passenden Sake dazu. Als Auftakt („Gruß aus der Küche“ – aber der Kellner drückte es vornehmer aus) gab es ein Süppchen mit Tomatenschaum. Dazu schon mal ein sehr fruchtiger Sake (7%), der fast wie ein Pflaumwein oder nach Trauben schmeckte. Sehr süß und sehr süffig!
Danach – hier muss ich schon auf meinen Zettel schauen – gab es verschiedene Sushi „Family Style“, unter anderem mit Garnelen, Thunfisch und Lachs. So lecker! Und wie Reiner Veit meinte, sehr teuer. Aber da uns das Hyatt für den Abend eingeladen hatte, mussten wir uns darüber keine Gedanken machen und konnten es um so mehr genießen.

Der „Zwischengang“, wie es hieß, bestand dann aus „Eismeerlachscarpaccio, Wakame, Algen, Frischkäse, Gurke, Ingwer und Sesam“ und schmeckte, besonders in der Kombination, besonders toll. Frisch und doch ein wenig herb. Mittlerweile waren wir Gäste untereinander auch ganz gut warm geworden (vielleicht auch angespornt durch den Sake) und so ergaben sich nette Gespräche. Unter anderem war ein Vater mit seiner Tochter da (die beide gewonnen hatten!), zwei Mitarbeiterinnen aus der Sucht- und Drogenberatung (quasi passend) und ein Professor, der ein Buch über die Geschichte des Alkohols geschrieben hat (noch passender!) Alle hatten ein bisschen was zu erzählen und natürlich wurde viel und ausgiebig über das Essen gesprochen. Wo sind die besten Restaurants? Wo bekommt man die frischesten Zutaten? Und wie heißt eigentlich der gutaussehende Fischverkäufer auf dem Samstagsmarkt?

Über dieses Schnattern kam dann auch schon der Hauptgang: Rinderfilet, Buchenpilze, Pak Choi (eine Art Salat), Teriyaki Sauce. Alles zwar sehr übersichtlich, aber extrem gut zubereitet. Ich habe keine Ahnung, wie teuer dieses Essen à la carte ist, aber ich schätze, wir haben gut und gerne jeder 80 bis 100 Euro verprasst. Und es war auch wirklich ein Genuss! Das Rinderfilet ganz zart, die Teriyaki-Sauce fruchtig-würzig und dazu natürlich ein Sake – diesmal mit einer Bananen-Note. Etwas herber, als der fruchtige zur Vorspeise, aber auch lecker.

Als krönenden Abschluss gab es dann eine ganz besondere Schokokreation: Es sah aus, wie ein Atommeiler aus Schokolode auf dem Teller. Halbkugelförmig und ganz glatt. Dann wurde der Meiler mit heißer Vanillesoße überschüttet und die Außenwände schmolzen – wobei die Decke intakt blieb. Drunter kam eine Mischung aus Schaumfüllung, Sorbet und Früchten zum Vorschein, die in Kombination mit Schokolade und Vanillesoße unheimlich lecker waren. Ein sehr trockener Sake dazu und wir waren alle hellauf begeistert!
Am liebsten würden wir uns auch nächste Woche wieder dort zum Essen treffen – aber es ist und bleibt wohl etwas einmaliges, ganz besonderes.

Und schließlich habe ich ja von Herrn Veit noch Tipps für viele weitere leckere und gute Restaurants: „Fischers Fritze“, „Garage“, „Biscotti“, das Wegner – alles wohlklingende, gehobene Namen. Ob ich da wohl auch noch mal zum Essen komme? Ich würde mich ja freuen, denn ein Genuss ist es einfach!

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