шестнадцать – … es geht nach Brandenburg

Um in der chronologischen Reihenfolge der Geschehnisse zu bleiben, berichte ich erst mal vom Finowkanallauf. Dieser gemütliche, familiäre Lauf wird von Familie Stutzke (Silke + Jörg, unterstützt durch Tochter Laura, die am VP stand) ausgerichtet. Beschränkt ist er auf max. 25 Starter (23 waren da) und das zeigt schon, dass es hier zugeht, wie auf einem Familientreffen.

Im letzten Jahr waren wir noch in Klosterfelde, bei Silke und Jörg, gestartet – heuer zum ersten Mal aus dem Garten von Familie Jost. Nein, nicht Hanka. Ihr Garten (oder besser: der ihrer Eltern) liegt in Rostock und von da aus wäre die Strecke zum Finowkanal ein bisschen weit. Da bräuchte man ja 5 Tage um hinzukommen 😉

Familie Josts – wiederum Norbert und Marlies, unsere Gastgeber am Sonntag – ist wirklich schön gelegen. Direkt am Kanal, umgeben von dörflicher Ruhe und mit einem hübschen Garten hinten dran, in dem wir uns nach den Strapazen des Laufes erholen konnten. Dort fand dann auch die Unterweisung durch El Jefe (Jörg) statt: „Im schön am Kanal bleiben, VPs sind gut und lange besetzt (Danke an alle Helfer!) und wir sehen uns im Anschluss zum Grillen hier wieder!“. Kurz und knackig, wie wir es vom Häuptling gewohnt sind. Als daraufhin auch keiner mehr Fragen hatte, fiel der symbolische Startschuss und wir zuckelten los.

Zuerst am „Werbellin-Kanal“ (wenn ich mich nicht irre), später durch Finowfurt und am Finowkanal – dem Namensgeber des Laufs – entlang bis nach Niederfinow. Hanka stand zwar diesmal nicht am Sportplatz in Marienwerder, aber immerhin auch an einem Streckenabschnitt des Naturmarathons: Beim Schleusengraf (Kilometer 8,7 des Laufs) hatte sie ihren Sonnenschirm aufgespannt und bediente jeden vorbeikommenden Läufer mit guten Worten und Getränken. Vorsorglich machte ich für den Rückweg schon mal ein kühles Hefeweizen und dann ging es mit Petra weiter. Wir liefen, wie schon beim Thüringen Ultra, zusammen und unterhielten uns über Hamburg, laufmotivierte Kollegen und die wirklich schöne Landschaft zur rechten und zur linken. Obwohl ich im letzten Jahr fast die gleiche Strecke gelaufen bin, muss ich doch gestehen, dass ich nur wenige Punkte wiedererkannte – aber so isses halt, das Gedächtnis. „Die Katze Erinnerung“, wie Gesine Cresspahl sagen würde.

Immer wieder gesellte sich Hartmut zu uns, da er allerdings durch seine Oberschenkel arg gehandicapt war, fiel er nach und nach zurück. Er sprach schon bei Kilometer 24 von „Umdrehen“ und „Abbrechen“ – hielt dann aber doch tapfer bis zum Enbde durch und holte sich verdientermaßen Medaille, Bier und Bratwurst im Ziel ab.

Sonst ist eigentlich nicht viel über den Lauf zu erzählen, bis auf eine lustige – und zum Nachdenken – anregende Episode: Wie üblich (Bernd kann ein Lied davon singen) musste ich nach ca. 15 Kilometern auf die Toilette. Da wir jedoch im Land Brandenburg unterwegs waren, waren nirgendswo aktive Gaststätten oder Herbergen zu sehen. Taschentücher oder Klopapier waren auch nicht zur Stelle und so klopfte ich beherzt an die Gartenpforte eines Hauses. Ich schilderte meine Notlage (peristaltischer Druck + 50 km togo = große Sorge) und wurde schließlich, nach einigem Zögern und kritischen Blicken auch eingelassen und auf die Porzellanschüssel im Keller verwiesen. Alles noch nicht so verwunderlich, wenn da nicht die Frage gewesen wäre, die mir die (anscheinliche) Hausherrin stellte, als ich mich anschickte, auf dem Klo zu verschwinden: „Aber sie klauen doch nichts, oder?“

Was sollte ich darauf nur antworten? „Ja doch, sonst würde ich doch nicht bei Ihnen auf Toilette gehen wollen!“ wäre vielleicht zu hart gewesen und sie hätte mich gleich aus dem Garten gejagt. So versicherte ich ihr meine redlichen Absichten und getraute mich nach dieser Beteuerung nicht mal, noch ein bisschen Klopapier „auf Reserve“ mitzunehmen. Aber es ist schon eine merk-würdige Gesellschaft, in der man als Toilettengast diese Frage gestellt bekommt.

Besuchende Grüße,
Stefan

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2 Antworten to “шестнадцать – … es geht nach Brandenburg”

  1. www.laufmauselke.de Says:

    Lieber Stefan, ich möchte hier gerne mal wieder liebe Grüße hinterlassen.
    Es ist immer wieder schön, hier zu lesen und an Deinen schönen Erlebnissen teilzuhaben.
    Und nachträglich möchte ich Dir auch noch alles Gute zum Geburtstag wünschen.
    Ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder.
    Liebe Grüße von
    Laufmaus Elke

    • 99woerter Says:

      Liebe Elke,

      so nett gesagt! Ich versuche auch weiterhin schöne Erlebnisse hier festzuhalten 🙂

      Bis bald mal wieder.
      Stefan

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