один – DNF

Mit „adín“ – wie es in der lateinischen Umschrift lautet, wird der 431. Tag meines aktuellen Streaks beschrieben und dieses Zahlwort – russisch diesmal, aber das werden ja die meisten erkannt haben! – läutet gleichzeitig die neue Zählung ein. Bis zur „сто“ sollte also jeder Leser in seinem Browser die kyrillische Schrift aktiviert haben (evtl. ist eine Nachinstallation des Schrifttyps im Betriebssystem notwendig – bitte schauen Sie ins Handbuch ;-)), aber ich denke, das Russische sollte bei den meisten Rechnern noch kein Problem darstellen.

Erstes Thema mit den neuen Zahlen ist leider ein trauriges. Oder nein, das stimmt nicht ganz. Es ist nicht „traurig“ zu nennen, sondern eher „unerfreuliches“. Denn ein „did not finish“ zu bekommen, wie es mir am Sonntag im Segeberger Forst passiert ist, ist einfach nicht schön. Es bedeutet, dass man den Lauf nicht geschafft hat – aus welchen Gründen auch immer – und dass man ich somit die gesteckten Ziele nicht erreicht habe. Manchmal sind dafür die Ziele zu hoch, manchmal die Vorbereitung oder einfach „die Umstände“ zu schlecht und manchmal weiß ich nicht, woran es liegt.

Warum ich am Sonntag den Marathon nicht beendet habe, das weiß ich. Ich war einfach noch zu kaputt vom Samstag. Ich hatte mir – anscheinend – die Ziele zu hoch gesteckt und habe es nicht durchgehalten. Eventuell hätte ich die Strecke noch laufen können – es fehlten nur noch 19 Kilometer und die hätte ich wahrscheinlich auch noch völlig kaputt geschafft -, aber nachdem ich mich am Samstag beim 2. Marathon schon über 30 Kilometer über die Strecke geschleppt habe, wollte ich das ganze am Sonntag nicht wiederholen. Ich laufe ja nicht dafür, dass ich so und so viele Läufe erfolgreiche beende, sondern weil mir das Laufen Spaß machen soll. Weil ich die Umgebung genießen will (die im Segeberger Forst wirklich schön ist) und weil ich meinem Körper etwas gutes tun will.
Und alles dies war am Sonntag nicht so recht gegeben – die Landschaft war zwar herrlich, aber genießen konnte ich sie nicht – und so zog ich für mich die Konsequenzen und bin ausgestiegen.

Nicht, dass ihr mich falsch versteht! Nicht jeder Lauf ist ein Genuss. Es gibt genügend Läufe, wo ich zwischendurch oder auch bis zum Ende auf die Zähne beißen muss, um das Ziel zu erreichen, aber dieses „Beißen“ ist nicht geprägt von jener Hoffnungs- und Lustlosigkeit, die mich im Segeberger Forst gepackt hatte. Ich weiß es ja auch nicht – aber es schien mir sinnvoller, abzubrechen, als den Lauf fortzusetzen – und das ist ja der letztgültige Maßstab.

Jetzt aber genug gejammert – im nächsten Jahr versuche ich einfach wieder in Segeberg anzutreten und die Scharte auszuwetzen. Bis dahin werde ich fleißig üben und mit ein bisschen Erholung klappt sicher auch mal dieser Marathon.

Wiederantretende Grüße,
Stefan

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