два – Gegen den Wind

Eine Sache muss ich noch erwähnen, bevor ich zum Dienstag – dem ersten Tag des Windsurfens – komme. Ich verwende in der russischen Zählung grundsätzlich die grammatikalisch männlichen Bezeichnungen. Um mich gleich mal vom Vorwurf jeglichen Sexismus freizusprechen: Ich mache es, weil es einfacher ist. Ich will damit weder Stellung beziehen, noch irgend einen Vorrang ausdrücken, noch…
Ach – ich denke, ihr wisst schon wie ich das meine. Ich schätze bloß, dass Mann zu Zeiten der Frauen-Fußball-WM doppelt aufpassen muss 😀

Aber genug vom Zählen – egal ob männlich oder weiblich. Am letzten Dienstag waren Martin und ich zu unserem ersten „Windsurf“-Tag aufgebrochen. Martins Schwester Lydia hatte einen Gutschein für das Windsurfen-Lernen an der Müritz (bei Mirko Hecht und da sie den Termin leider nicht wahrnehmen konnte, haben Martin und ich uns erbarmt und sind für sie eingesprungen. Und es hat sich gelohnt!

Am ersten Tag haben wir in einer kurzen „Theorie-Stunde“ die Grundlagen des Windsurfens gelernt: Segel ranholen und aufstellen, Wenden mit dem Surfbrett (ohne sich selbst und andere zu gefährden) und Rüberholen des Segels, wenn es mal auf der falschen Seite im Wasser liegt. Alles nicht so komplizierte Sachen und so waren wir fünf Kursteilnehmer (1 Mädchen, 4 Jungs) auch schnell bereit, im seichten Wasser zu starten.
Schwupps! standen wir auf den Brettern, holten uns das Segel wie gezeigt ran und hielten es in den Wind. Zum Glück war am Dienstag noch nicht so doller Wind uns so schipperten wir recht gemütlich auf unseren Brettern über die stille Müritz.
Es ist ein tolles Gefühl, wenn man von „der Hand des Windes“ vorwärts geschoben wird und quasi über das Wasser gleitet. Ein paar mal mussten wir auf diese unsichtbare Hand auch warten, aber so konnten wir in aller Ruhe unsere Manöver üben. Es hat eine Menge Spaß gemacht und Martin und ich freuten uns schon darauf, am Donnerstag wiederkommen zu können. Eigentlich wollten wir bereits am Dienstag zwei mal 2,5 Stunden nehmen, waren aber nach ca. 3 Stunden auf dem Brett (wir durften etwas länger fahren als geplant) ziemlich k.o. und hatten für den ersten Tag erst mal genug.

Die so gewonnene Freizeit nutzten wir, um uns Röbel an der Müritz noch mal anzuschauen. Ich kannte die Stadt bisher nur vom Durchlaufen beim Müritzlauf (ca. km 55) und hatte einen recht netten Eindruck. Dieser hat sich dann auch am Dienstag bestätigt, denn viele schöne Fachwerkhäuser zieren die Straßen des kleinen Städtchens. Vom Kirchturm hatten wir einen prima Blick über die Stadt, den Hafen und die Müritz und ganz standesgemäß aßen wir dann im Hafen noch eine Portion Fisch mit Schrippe, bevor wir wieder nach Berlin aufbrachen.

Ein schöner Tag, an dem wir wieder etwas Neues ausprobieren konnten. „Man sollte nie aufhören anzufangen“ (oder „neues zu versuchen“), wie es so schön heißt und so freue ich mich schon auf die nächste Neu-Entdeckung.

Neu-gierige Grüße,
Stefan

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