Doksan yedi – Im Prater

Jetzt aber schnell! Ich habe meinen Wecker ein bisschen zu lange klingeln lassen, muss meinen Koffer noch packen und dann auf Arbeit flitzen. Da ich am Wochenende aber wieder unterwegs bin (Thüringen Ultra – werde wohl wenig zum Bloggen kommen), wollte ich doch wenigstens noch den „Donnerstags“-Eintrag von letzter Woche aufholen, um nicht noch mehr in Rückstand zu geraten. Voilá.

Donnerstags waren Thomas und ich im Prater. Zu wem dieser lauschige Berliner Biergarten in der Kastanien-Allee im Prenzlauer Berg (zwischen U-Bhf. Eberswalder Str. und Mauerpark) nun genau gehört, ist nicht ganz klar. Ich vermute zur Volksbühne, da er ein ähnliches Logo hat – was diese allerdings mit einem Biergarten will….? Auf der anderen Seite gab es auch eine kleine Freilichtbühne auf dem Gelände – was wiederum für die Volksbühne sprechen würde.
Egal – wir nutzten die Zeit um bei einem Feierabend-Bierchen die aktuelle Lage der Nation – also eher: Zukunftspläne – zu besprechen. Im Gegensatz zu mir, ist sich Thomas noch ein wenig unsicher. Ich schätze, er hat einfach ein wenig Angst vor dem eigenen Mut und zögert deshalb, seine Entscheidung endgültig zu machen. Ich halte das für gefährlich, weil sie sich dann immer weiter herauszögert, bis es vielleicht wirklich nicht mehr geht. Obwohl ein solcher Tag wahrscheinlich noch sehr weit hin ist.

Wenn ich jetzt ein bisschen in Rätseln gesprochen habe, tut mir das leid. Das liegt daran, dass ich zwar über mich alles ausplaudern kann, was mir so einfällt, ich aber natürlich keine Ahnung habe, wie viel ich von den Gedanken und Plänen meiner Freunde erzählen kann. Dennoch möchte ich euch natürlich mitteilen, was mich bewegt – und das gehört eindeutig dazu! So wird es also ein wenig kryptisch.

Nachdem aus einem Bierchen am Ende drei geworden sind – das Wetter war zum Glück stabil -, verabschiedeten wir uns und ich lief meinen Streak praktischerweise gleich von der Eberswalder Straße aus. Von dort aus sind es ca. 3 Kilometer bis zu meiner Wohnung und so sparte ich mir gleichzeitig das Warten auf die U-Bahn.
Ach ja, und was den Prater betrifft: Wer eine nette Stätte sucht, um sich kurz nach Feierabend zu verabreden, der ist in diesem zentralen, aber doch abgetrennten Biergarten komplett richtig. Die Bedienung war außerdem sehr nett und es existierte einfach diese entspannte prenzlaubergische Atmosphäre.

Biergartentestende Grüße,
Stefan

Advertisements

3 Antworten to “Doksan yedi – Im Prater”

  1. Dietrich Says:

    „die aktuelle Lage der Nation“:
    Auch wenn es metaphorisch gemeint ist, sollte man (besser: jede und jeder) sich wirklich öfter darüber Gedanken amchen und entsprechend handeln. Griechenland und Spanien liefern heutzutage die Vorlage.
    Und „Nation“? Besser: des Staates und seiner Bürger (die verschiedenen Nationan anghören können).

    Und was die Entscheidung Deines Kumpels angeht:
    „Richtig“ und „Falsch“ sind bei Entscheidungen nichts Absolutes; die Einschätzungen dazu hängen immer auch von den konkreten aktuellen Bedingungen und deren persönlicher Bewertung ab; und die können sich ja bekanntlich ändern (langsam oder auch rasant).
    Sollte es sich beispielsweise um ein“JA“ bei einer Eheschließung handeln, so sollte er wohl auf sein Gefühl („Nur die Liebe zählt“) achten und in sich hineinhören. Künftige Entwicklungen, äußere und innere Veränderungen lassen sich sowieso nicht mit Sicherheit vorhersagen.
    Also: Mut zum Risiko! (Bei Abschätzung des „Risikos“ …)

  2. Dietrich Says:

    „die aktuelle Lage der Nation“:
    Auch wenn es metaphorisch gemeint ist, sollte man (besser: jede und jeder) sich wirklich öfter darüber Gedanken machen und entsprechend handeln. Griechenland und Spanien liefern heutzutage die Vorlage.
    Und „der Nation“? Besser: „des Staates und seiner Bürger“ (die verschiedenen Nationen angehören können, sprich: unterschiedlicher Nationaltäten sind, von der konkreten Abstammung, die sich in der konkreten Genealogie widerspiegelt, ganz zu schweigen … ).

    Und was die Entscheidung Deines Kumpels angeht:
    „Richtig“ und „Falsch“ sind bei Entscheidungen nichts Absolutes; die Einschätzungen dazu hängen immer auch von den konkreten aktuellen Bedingungen und deren persönlicher Bewertung ab; und die können sich ja bekanntlich ändern (langsam oder auch rasant).
    Sollte es sich beispielsweise um ein“JA“ bei einer Eheschließung handeln, so sollte er wohl auf sein Gefühl („Nur die Liebe zählt“) achten und in sich hineinhören. Künftige Entwicklungen, äußere und innere Veränderungen lassen sich sowieso nicht mit Sicherheit vorhersagen.
    Also: Mut zum Risiko! (Bei Abschätzung des „Risikos“ …)

    • 99woerter Says:

      Also: Mut zum Risiko! (Bei Abschätzung des „Risikos“ …)

      Das ist einfach ein tolles, salomonisches Schlusswort 😀

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s