Seksen dört – SH II

Da ich – wie oben erwähnt – im Zug sitze und mein Internet gerade nicht so ganz verfügbar ist (scheint ein schlechtes Netz zu sein, zwischen Dresden und Berlin), muss ich kurz „trockenbloggen“. Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, weil ich eigentlich berichten wollte, wie es am Saarhunsrück-Steig weiterging. Ich weiß bloß nicht mehr genau, wo ich eigentlich aufgehört habe 😉

Ich tue einfach mal so, als ob der erste Tag gelaufen wäre. Falls ich was davon vergesesen habe, kann ich zusammenfassen, dass es eine harte Angelegenheit war – viel Kraxelei, einiges an Höhenmetern und ein bisschen Verlaufen taten ihr übriges -, sodass wir knapp 12 Stunden gebraucht haben, bis wir in Braunshausen angekommen sind. Unterwegs überlegten wir uns natürlich, warum es gerade „Braunshausen“ heißt und kamen auf die Idee, dass es vielleicht mit einem DVU-Parteitag zusammenhängt, der hier mal stattfand. Ich weiß: Schaler Gag, aber für uns hat er ausgereicht, ausgelaugt, wie wir waren.

Abends in Braunshausen gab es im Sportlerheim ein leckeres Büffet, das allerdings – wen wundert´s? – schon fast leergefuttert war, als wir an es herantraten. Machte aber nix: Ein bisschen Gulasch und Nudeln waren noch da und dank eines Hefeweizens – mit Alkohol; der Kellner wollte Hanka komischerweise keines ohne überlassen! – wurden wir genügsam satt und rollten uns in die Koje.
Ich konnte netterweise bei Mirko mit im Auto schlafen – was mir das Schnarchen von 7 Bettnachbarn in den Hütten erspart hat – und hätte, wäre da nicht ein fieser Wecker am nächsten Morgen gewesen, locker bis in die Mittagsstunden schlafen können. Aber es hieß: 7 Uhr ist Start und wer noch ein anständiges Frühstück vorher haben wollte, der musste sich halt aus dem Schlafsack schrauben. Das Frühstück – bereitgestellt wie ein Hotelfrühstück vom Sportlerheim, war übrigens gar nicht übel. Die Auswahl war nicht allzu groß, aber die Sachen, die sie zum Verzehr da hatten, waren ziemlich lecker!.

Mit etwas Verspätung ging es dann auf die Piste und auch der zweite Tag wurde ähnlich idyllisch wie der erste. Durch ausgedehnte Wälder, manche Trampelpfade entlang und immer bergauf-bergab (was uns zu mancher Geh-Pause zwang) wand sich der Weg in Richtung Trier. Besonders schön empfand ich es, als wir den zweiten VP hinter uns gelassen hatten, einen kleinen Hügel erklommen hatten und ins „Tal“ blickten. Weit unten (und vorne!) liefen unsere Mitstreiter, wie Ameisen auf ihrem Weg zum Bau. Alles schien seine Ordnung zu haben und so machten auch wir uns auf, ihrem Beispiel zu folgen.Just in diesem Moment war es auch, dass „Trier“ zum ersten Mal an den Wegweisern des SH-Steigs auftauchte (ich glaube ca. 35 km Entfernung)

Weitere schöne Landschaften folgten, wie z. B. eine Moorlandschaft (von Holzbohlen überspannt), weite Felder, aber auch enge Pfade mitten durch den Wald. An diesem Tag kamen wir auch – nachdem wir am Vortag schon den höchsten Punkt Rheinland-Pfalzes „bestiegen“ hatten – am höchsten Punkt des Saarlandes an. Richtige Berge sehen anders aus – aber die Saarländer haben ja auch nix! Überall muss gespart werden.
Kurz vor Trier – weniger als 5 km waren es noch bis zum Ziel – kam dann noch mal das dicke Ende: Zwei Kilometer lang nur bergauf. Das meiste davon ziemlich steil. Dabei waren wir doch um 16 Uhr in Trier, im Ziel, verabredet und waren schon später gestartet – ob das gut gehen würde?
Es ging! Wir kamen pünktlich (fast auf die Minute!) in Trier an, rutschten auf einer Kinderspielplatzrutsche in selbigees und genossen die Gratulationen der anderen, die wir natürlich auch gern zurückgaben.

Kurz noch das Finisher-Bier, eine Bratwurst mit Kartoffelsalat und dann nix wie los! Schließlich wollten wir Markus und Mirko noch nach Braunshausen zurückbringen (wo ihre Autos standen und was bei uns auf dem Weg lag) und dann noch nach Freiberg düsen. Ein Weg von ca. 600 Kilometern. Also nix wie ab die Post.

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