Seksen bir – Erster!

Google hat es geschafft! Sie haben mich und sie haben mich so doll, dass ich es kaum erwarten kann, dass der 15. Juni heranbricht.1

An diesem Tage nämlich bringt Google seinen ersten „Desktop-Rechner“ – na ja: eigentlich Netbook – auf den Markt. Das sogenannte „Chromebook“. Und wenn man von dem ausgeht, was für Revolutionen Google-Applikationen und -Technologien bisher ausgelöst haben – wenn man mal von Google Wave absieht, was gefloppt ist -, dann definiert dieses Netbook den Begriff „Netbook“ einfach völlig neu.
Und genau das ist auch zu erwarten: Es ist das erste „komplette“ Netbook – es ist auf reine Online-Arbeit ausgelegt und optimiert. Man meldet sich mit seinem Google-Konto an, surft mit dem Browser „Chrome“ – quasi dem einzigen lokalen Programm auf dem Chromebook – und führt alle Applikationen als „Webanwendung“ aus. Das muss nicht bedeuten, dass man einen HTML-Seite startet – denn schließlich bietet der Browser „Chrome“ auch die Möglichkeit an, Webapplikationen zu „installieren“ – d.h. auf dem lokalen System auszuführen. Beispiele für solche Anwendungen finden sich im Chrome Web Store.

Das tolle daran? Man selbst muss sich nicht mehr um Virenschutz, Datensicherung, Festplattenplatz, Ressourcen, Updates kümmern – alles liegt ja schließlich online, „in der Cloud“ bzw. wird – wie im Falle der Updates – vom Betriebssystem automatisch übernommen. Ohne lästige Nachfragen oder Wartezeiten.
Apropops Wartezeiten: Das Chromebook braucht – laut Aussage von Google – 8 Sekunden bis es hochgefahren und einsatzbereit ist. In Worten: Acht!
Oh mein Gott! Mein Handy braucht circa 3 mal solange, bis ich eine Telefonnummer eingeben kann und mein Home-PC benötigt für den Start 2-3 Minuten!

Natürlich werden einige sagen: „Wenn alles in der Cloud liegt, was ist dann mit der Privatsphäre…?“
Nun: Zur Zeit brauche ich von der Privatsphäre relativ wenig und ich hoffe, dass dies auch in Zukunft so bleibt. An dem Tag, an dem ich Angst haben muss, dass meine Spuren verfolgt werden oder Geheimnisse mir ernsthaft schaden können – an dem Tag sollte ich nicht meinen Umgang mit dem Datenschutz ändern, sondern den Umgang mit meinem Leben.
Außerdem glaube ich, dass die Daten in den Applikationen, die ich benutze – GoogleMail, GoogleDocs, Picassa, Twitter, WordPress etc. – sehr gut vor illegalem Zugriff geschützt sind. Wahrscheinlich besser als ich es am Heim-PC könnte (abgesicherte Rechenzentren, Zugangskontrollen usw.)

Erfahrungsberichte vom Umgang mit Chromebook folgen natürlich demnächst 😀

Verchromte Grüße,
Stefan

1In diesem Fall hat die alte Marketing-Weisheit AIDA voll zugeschlagen.

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