Yetmis yedi – Schwitzen an der Elbe

Wahrscheinlich gehört es einfach zum OEM – dem Oberelbe-Marathon – dazu, dass es brütend heiß ist. Auch in diesem Jahr schien die Sonne auf uns herab, was speziell auf der zweiten Hälfte, wo es wenig Schatten auf den Elbwiesen gibt, sehr anstrengend ist. Aber der Reihe nach.

Am Start in Königstein versammelten sich Bernd und Anna (von ihrem Papa aus Radeberg gekommen), Silke, Micha und Thomas (Dresdener Hotelgäste) und Hanka und ich (Freiberger Übernachter). Es war quasi eine Sternfahrt zum Marathonstart. Dass ich dabei die Gerstmanns und Herrn Moschell übersehen habe, kann ich mir bei dem relativ kleinen Starterfeld zwar auch nicht ganz erklären, ist aber tatsächlich passiert! So ließ ich, nachdem der Startschuss gefallen war, einfach alle an mir vorbeiflanieren – auch da hatte ich sie nicht entdeckt – und spurtete dann, nachdem ich als fast-letzter die Startlinie überquerte dem Feld hinterher, das sich an der Elbe wie ein buntes Band entlang schlängelte.

Nach gut einem Kilometer stieß ich dann auf Silke und Thomas, die gleich in der Nähe von Bernd (also mit Zielzeit 4:15 h) liefen. Micha (geplante Zielzeit unter 4 h) war natürlich schon jetzt weit enteilt, aber so machten wir 3 uns gemeinsam an den ersten Teil der Strecke.
Wir wollten zunächst einen Schnitt von 5:30 Minuten pro Kilometer laufen, um dann nachher – so ab dem Halbmarathon – die Sache ruhiger angehen zu lassen. Bis zum Halbmarathon klappte dies auch ganz gut, das hohe Anfangstempo kostete dann allerdings so viele Körner, dass es nach hinten raus dann doch erheblich langsamer (und zäher) wurde.

So liefen wir also schnatternd die erste Hälfte, Thomas schlug sich prima bei seiner Premiere und wir ließen uns auch nicht zu sehr von einem etwas penetranten Mitläufer irritieren, der einfach nicht von unserer Seite weichen wollte – und dabei ziemlich nahe kam! Als wir in Pirna ankamen (19 km), saßen Hanka und Anna im Café bei einem Scheelchen Heeßen und einem Sandwich – aber was das beste war, war das geöffnete Radeberger auf dem Tisch.
Da ließ ich mich doch nicht lange lumpen, setzte mich dazu und versprach den anderen beiden – quasi im Ausscheren – sie möglichst noch einzuholen. Da Bernd sowieso hinter uns war – er musste ja auf seine 4:15-Schäfchen aufpassen – konnte ich mir gemütlich Zeit lassen mit dem Bierchen und die Läufer beim Vorbeiflitzen beobachten.

Bernd kam dann auch – überraschend früh – bog aber gleich ins Café und auf die dortige Toilette ab. Laufen beschleunigt die Darmperistaltik und bei fast jedem langen Lauf kann ich ein Lied davon singen. Schließlich musste ich 5 Kilometer später, nachdem ich mit Bernd zusammen vom Café aufgebrochen war, auch im Etablissement verschwinden und Gewicht reduzieren.

Da ich nun einmal hinten dran war, versuchte ich mit ein paar schnellen Kilometern wieder Anschluss an Bernd und seine 4:15-Verfolger zu finden, aber kurz bevor ich sie eingeholt hatte – es lief erstaunlich locker, auch bei, für mich, hohem Tempo -, fielen mir die schönen Blumen auf der Wiese am Rand auf. Da der 8. Mai Muttertag ist und meine Mama im Ziel wartete, pflückte ich schnell noch ein Sträußchen (fast wie Rotkäppchen) und machte mich dann – aber ohne Wein und Kuchen – wieder auf den Weg in Richtung Ziel.

Diesmal stieß ich auf Bernd bei Kilometer 33 (ca.) und wir liefen noch ein Stückchen zusammen. Als dann allerdings Silke ein wenig ausgepumpt bei Kilometer 36 am Verpflegungsstand stand – die Hitze, das schnelle Anfangstempo und der frühe Zeitpunkt im Laufjahr forderten ihren Tribut -, ließ ich Bernd ziehen und trabte mit Silke gemächlich weiter. Es wurden noch ei paar zähe letzte Kilometer, aber schließlich hatte auch Silke sich durchgebissen und gemeinsam liefen wir nach 4:30 h ins Dresdener Stadion ein.

Da warteten auch schon Thomas (Marathon-Premiere in 4:15 h :-)), Bernd (4:13 h), Micha (3:31 h!) und unser treuer Anhang. Ich durfte noch per Stadiondurchsage (über das Mikro des Sprechers) meiner Mama zum Muttertag gratulieren (die Blumen waren zu auffällig :-)) und dann schlenderten wir – nach getaner Arbeit – dem gemütlichen Sonntag Nachmittag entgegen.

P.S.: Die Auflösung vom realen Kneipenquiz vom letzten Mittwoch gibt es, wie versprochen, hier.

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