Altmis bir – Im Ziel

Dass ich den Rennsteig nicht mitgelaufen bin, bedeutet natürlich nicht, dass ich nicht in Schmiedefeld im Ziel stand. Ganz im Gegenteil: Es war die entspannteste Zielankunft, die ich jemals am Rennsteig hatte. Und die Zeit (ca. 8 h) ist auch Spitze für mich.

Ich hatte erst überlegt, ob ich mit nach Schmiedefeld fahren soll, denn schließlich bin ich ja gar nicht gelaufen und kam mir schon ein bisschen blöd vor. Aber dann konnte ich mal wieder sehen, wie gut das „Tägliche Laufen“ ist, denn um den Kopf erst mal wieder frei zu kriegen, brach ich noch vor dem Frühstück und dem ersten Tee zu einem Läufchen auf. Viel los war nicht, die meiste Zeit bin ich nur geschlurft, aber die frische Luft, die Wälder und die Berge ringsherum taten ihres dazu, mich wieder wach zu kriegen. Und ich sagte mir am Ende des Laufes, dass ich auf keinen Fall darauf verzichten möchte, all die netten Leute am Rennsteig zu treffen, nur weil ich ihn nicht absolviert habe!
Und das ist auch gut so!

So gab es also ein kleines Katerfrühstück mit Marianne, Hanka und einem Kräutertee und anschließend brachen wir nach Ilmenau auf. Schließlich galt es – wie in jedem Jahr – Barbara einzusammeln. Die war noch genau so lustig und lebensfroh wie bei den vergangenen Gelegenheiten und – es ist schon komisch! – obwohl wir uns nur ein einziges Mal im Jahr sehen, ist es einfach schön, die wenige Zeit mit ihr zu verbringen. Sie hat mich ganz schön auf den Arm genommen, dass ich den Rennsteig nicht gelaufen bin, aber das ist prima so, ich muss den Spott ja schließlich auch ertragen können und ich musste ja selbst drüber lachen, dass ich meinen Lieblingslauf einfach so verschlafen habe 🙂

Im Ziel waren dann natürlich wieder fast alle die üblichen Verdächtigen: Eine Bande Streakrunner inkl. Wohni (Tina, Frank, Heike, Elke, Elke, Esther, Göga, Ramona, Petra, Andrea, Sybille), alte Freunde vom Baltic Run (Grit, Silke, Jan, André, Hagen) und sogar ein paar Kollegen vom Deutschlandlauf habe ich getroffen und wiedererkannt (Heike, Jürgen, Jörg). Besonders gefreut hat mich dabei, Heike Christ mal wieder zu sehen. Die ist so lustig und hat so ein sonniges Gemüt wie die Walkerin Rita Brämer vom 100 MC. Und das obwohl die eine typische Norddeutsche ist und die andere sehr schwäbisch angehaucht.
Heike erzählte, dass sie sich für die 24-h-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr (sehr wahrscheinlich) qualifiziert hat, indem sie in Basel zwei Wochen vor dem Rennsteig 208 Kilometer in 24 Stunden gelaufen ist! Wahnsinn!!!
Die WM findet in Polen statt – vielleicht finde ich ja auch mal Gelegenheit vorbeizuschauen…

Highlight am Rennsteig war – nein, das kann ich eigentlich gar nicht sagen. Es war alles schön und hat alles gepasst. Noch schöner ist es zwar, wenn man von der anderen Seite ins Ziel kommt (als Läufer), aber wir hatten dennoch einen tollen Nachmittag. Abends ging es dann brav ins Bett, sodass ich sogar das Pokalfinale (5:0 für Schalke) habe links liegen lassen. Am nächsten Tag war schließlich der Kasselmarathon und schon Konfuzius sagte: „Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.“

Ausgeschlafene Grüße,
Stefan

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