Altmis – … versackt

Gut gelaunt kamen wir am Baccardi (oder so ähnlich) an und wollten auch gleich in die Lokalität stürmen, als uns ein stabil gebauter Türsteher zurückhielt. „Du kommst hier net rein“ – echt!, wie im Kino 🙂

„Ähh, warum verwehrt ihr uns die Tür, edler Mann des Hohen Hauses? Wir haben Taler, so dass wir den Wegzoll zahlen könnt´, den dieser Durchtritt kost´“, wollten wir argumentieren, aber da brummte er schon: „Jedenfalls nicht mit kurzen Hosen!“

Entschuldigung? Kurz? Die Hosen gingen bis zum Knie! Das nenne ich eine „kurze Hose“, aber doch nicht, das was Bernd und ich anhatten!
Wir waren jedoch gut aufgelegt und wollten uns von den Typen mit den breiten Kreuzen nicht den Abend verderben lassen und da draußen sowieso Tische und Stühle bereitstanden, erklärte sich Anna kurzerhand bereit, uns noch ein Bierchen zu besorgen (sie durfte als einzige von uns rein) und wir machten unsere eigene Party Borchert-like draußen vor der Tür.

Als erstes gesellten sich zwei Mädels dazu (Jenny und Susan) und nachdem wir unser Leid geklagt hatten und Anna auch schon mit dem leckeren Schwarzbier wieder da war, kamen wir ganz nett ins Gespräch. Jenny hatte dieses lustige T-Shirt an („Don´t touch the foot“), was aber entweder sie oder ich komplett falsch verstanden hatte.
Nun, wir saßen also so draußen und mittlerweile kamen auch mehr Leute dazu, die die Merkwürdigkeit hatten, alle gleich auszusehen. Na ja, ich glaube es lag eher an mir, denn der Alkohol aus dem Suhler Haushalt und der Suhler Disko stieg mir doch ziemlich zu Kopf. Geredet habe ich auf jeden Fall noch mit Julian – einem weichen Schläger, der total auf Staatsempfänge steht (Sachen gibt´s!) – und mit Will. Worauf Will steht, weiß ich allerdings nicht.

Am nächsten Morgen wachte ich auf und dachte als erstes: „Das ist aber ganz schön hell, für 3 Uhr morgens.“

Die Sonne schien durchs Fenster, die Vögel zwitscherten und ich kam mir ein bisschen alleine vor. Ein Blick durch die Wohnung bestätigte mir: Ich war tatsächlich alleine – jedenfalls was die Läufer anging. Hatten sie mich denn zurückgelassen? Ich wollte doch den Rennsteig laufen. Moment!, wie spät war es eigentlich?
Da mich mein Handy geweckt hatte, das noch auf die Londoner Weckzeit eingestellt war, war es halb acht – die Rennsteigläufer waren seit 90 Minuten auf der Strecke und ich hatten einen ziemlich großen Kopf. So beschloss ich lieber gleich noch mal schlafen zu gehen und zu sehen, was der Tag bringen würde.
Dass es ziemlich gut war, dass ich die Abfahrt verpasst habe, zeigte sich bei meinem täglichen Läufchen an jenem Samstag… – aber das ist eine andere Geschichte und soll ein ander´n mal erzählt werden.

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