Elli üc – Sightseeing

Unser erster vollständiger Tag in London war geprägt vom Stadt-Kennenlernen. Beim gemeinsamen Frühstück machten wir uns gemütlich einen Plan, was am Tag so nettes zu machen ist und verfielen recht schnell darauf, dass eine Stadtrundfahrt das passendste für uns ist. Als ich das erste mal länger in London war (1996) hatte ich mich noch mit Händen und Füßen gegen eine solche „Touri-Veranstaltung“ gewehrt (man muss ja nicht überall auffallen, dachte ich mir), aber mittlerweile sehe ich das ganze etwas gelassener und hatte heute auch viel Spaß bei unserer Hop-on-hop-off-Tour.

Diese war allerdings gar nicht so einfach zu bestreiten, denn obwohl wir (was Wunder!) sehr einfach Tickets im Souvenirshop bekamen, ließ der zugehörige (und angekündigte) Bus zunehmends auf sich warten. Während manche Busse der Busgesellschaft einfach weiterfuhren bei uns oder vorschützten, dass alles voll wäre, fuhren vom Konkurrenz-Unternehmen locker-flockig vier mal so viele Busse vorbei. Nach ungefähr 45 Minuten Wartezeit kam dann tatsächlich ein Bus unseres Unternehmens, sammelte uns ein und begann mit uns die Stadtrundfahrt.

Und für die hat sich das Warten dann tatsächlich gelohnt, denn wir kamen nicht nur an den großen Sehenswürdigkeiten vorbei (Big Ben, St.-Pauls-Cathedral, Tower Bridge, Tower, Trafalger Square, The Monument, …), sondern hatten dazu auch noch interessante Informationen auf den Kopfhörern. Und obwohl wir die ganze Seite saßen, waren wir nach 90 Minuten Tour durch den Londoner Verkehr doch ganz schön kaputt. Deshalb ging es am London Eye erst mal raus aus dem Bus und rein in den McDonald´s, um Koffeein zu tanken.

Praktischerweise befindet sich dieser McDonald´s direkt neben der Themse (in der Nähe vom Big Ben) und noch praktischererweise fuhr von der gegenüberliegenden Seite gleich unser Boot ab, das uns auf eine Tour über die Themse mitnehmen sollte. Auf das Boot mussten wir dann auch überhaupt nicht warten und kaum, dass wir an Bord waren, legte der lustige (und schwer nuschelnde) Kapitän auch schon los mit seinen Erzählungen. Über das Parlament, London Eye, die Londoner Brücken, Shakespeare – und wo wir sonst noch so vorbeikamen.
Am Ende der Tour (nach ca. 30 Minuten auf dem Fluss) konnten wir uns noch entscheiden, ob wir ab der Tower Bridge weiterfahren wollten bis Greenwich oder lieber zurück in die Stadt (allerdings nicht mit dem Boot). Wir entschieden uns für die Stadt, weil Greenwich doch ein bisschen zu weit weg war und der Aufenthalt dort zu viel Zeit gekostet hätte.

Da wir nicht sofort einen Bus zurück in die Stadt fanden, spazierten wir einfach das Stück an der Themse zurück – über die London Bridge, vorbei an Sir Francis Drakes´ Schiff (das überraschend klein war), am Globe vorbei (dem Nachbau von Shakespeares Theater), zurück über die Millenium Bridge, den Trafalger Square und schließlich wieder zum Piccadilly Circus – dem wuseligen Verkehrsknoten in London.
Dort ging es noch mal kurz zum Shoppen ins Lillywhite (einem riesigen Sport-Kaufhaus) und dann – müde, aber zufreden mit dem Tag – wieder in unsere Unterkunft.

Sightseende Grüße,
Stefan

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