Kirk beş – MIAU After-Show-Party

„Nach dem Lauf ist vor dem Lauf“ – so würden wahrscheinlich die Freunde der Realität sagen. Aber dazwischen, ja dazwischen gibt es auch noch was. Was zu feiern, nämlich!

Bernd und Anna hatten tatsächlich die tollkühne Idee, zu heiraten, nachdem Bernd 160 Kilometer und schätzungsweise 24 Stunden (oder a bissi mehr) gelaufen ist. Ich glaube, die einzige Bedingung war, dass er nicht im selben Dress heiratet, wie das, in dem er gelaufen ist. Er hat sich daran gehalten 😉
So kam es also, dass wir am Mittag nach dem MIAU, genauer gesagt am 30.4.2011 um 12:20 Uhr, im Goldenen Dacherl zu Innsbruck der Trauung von Frau Anna Friedrich und Herrn Bernd Kalinowski beiwohnen durften. Und es war eine wirklich bewegende Trauung.
Die Standesbeamtin war zwar ziemlich routiniert, aber wie Bernd und Anna so nachdrücklich und vorfreudig „Ja!“ gesagt haben, das war einfach herzergreifend. Joy, Annas Schwester, musste sich ein paar Tränen verdrücken und auch Marianne – die Brautmutter – hatte sichtlich zu kämpfen. Aber ich bin mir sicher, dass sie denken, dass sie einen neuen Bruder / Sohn in der Familie gewonnen haben, statt eine Schwester / Tochter zu verlieren. Und so schnell und herzlich, wie man in dieser Familie aufgenommen wird, fühlt sich bestimmt auch Bernd sehr wohl aufgehoben.

Draußen stand dann – wie durch ein heimliches Gerücht aufgeschreckt – auch fast die ganze Läuferschar des MIAU. Denn obwohl Bernd und Anna das Geheimnis wirklich gut gehütet hatten, sickerte es doch irgendwie am Vorabend durch und so wurde ihnen nach der Trauung vor dem Goldenen Dacherl ein herzlicher Empfang bereitet:

Nach der Trauung ging es noch in ein nahe gelegenes Restaurant und obwohl Bernds Papa ausdrücklich keine Rede halten wollte, fand er doch ein paar sehr schöne Worte und wünschte dem Brautpaar ausführlich alles Gute. Das Essen hielten dann alle auch noch tapfer durch, aber ich glaube, anschließend waren viele der Beteiligten froh über eine Mütze voll Schlaf. Denn außer Hanka und mir – die wir ja dank des Abbruchs und einer kurzen nächtlichen Hotelsuche eine entspannte, lange und schlafreiche Nacht hatten – waren alle ziemlich glücklich k.o.

Am Abend dann die große Siegerehrung, bei der jeder Finisher des MIAU 2011 noch mal nach vorn gebeten und mit einem extra Applaus versehen wurde. Und die LG Nord veranstaltete – auch schon sozusagen traditionell – die Ehrung in ihrer 100-Meilen-Meisterschaft. Die – was keinen im Saal überraschte – Jan und Micha gemeinsam gewonnen hatten. Bei den Frauen kam die heilende Seele vom Baltic Run – Anette Bahlcke – als erste ins Ziel – und das bei ihrem allerersten Lauf über 100 Meilen!

Zu Essen gab es dann natürlich auch noch reichlich und als nach Knödelsuppe, 2 Wiener Schnitzeln und einem Berg von Kaiserschmarrn wirklich jeder satt war, begaben wir uns noch an die Tische und quatschten ein bisschen hier und da. Na ja: Eigentlich planten wir nur die nächsten Läufe und waren irgendwie schon wieder heiß, auf die Strecke zu kommen.
Nur Bernd hatte anderes zu tun, denn in der Zwischenzeit war seine Frau entführt worden. Heidi (Annas Trauzeugin), Christoph und Moritz dachten, sie machen es recht einfach, indem sie die Schnitzeljagd am Goldenen Dacherl anfingen („Dort, wo alles begann.“) und sich eigentlich auch nicht weit weg begaben. Außerdem sollten die Pfeile vom MIAU (beschriftet mit „Anna“) ihm den Weg weisen – aber: Trotz intensiven Suchens (und Fluchens) war keine Braut zu finden und der Abend drohte tatsächlich noch ernst auszugehen.
Zum Glück fand sich die Braut dann aber – samt Teile der Entführer – oben auf dem Berg (bei Frau Hitt) ein und wenn der Bräutigam auch noch dort, bei der Läuferschar gewesen wäre, wäre da schon alles gut gewesen. So nahmen wir aber flux ein Taxi ins Tal und Bernd und Anna waren ganz in der Nähe des Dacherls wieder vereint.
Und so wurde es noch ein langer Abend mit Geschichten, Liedern, Taxifahrten rauf und runter, Läufern, Frau Hitt und einem Brautpaar, das dank des spätnächtlichen Einsatzes von Ricarda und des zweiten Ganges letztendlich doch noch ein paar ungestörte Stunden hatte.

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