Otuz alti – Marathon am Berg

Durch die ganzen Jubiläumsfeiern bin ich ja kaum dazu gekommen, vom Lauf am Karfreitag zu berichten. Na ja, wenn man nicht haargenau aufpasst, dann gehen einem die Laufberichte doch glatt durch die Lappen. Aber da meine Schwester und ihre Familie gerade in der Kirche sind und die anderen noch nicht so vollständig aufgestanden, habe ich ein bisschen Luft, um zu berichten.

Bei herrlichstem Frühsommerwetter machte ich mich auf den Weg zum Volkspark Prenzlauer Berg, um mit und bei Sigrid am Berg zu laufen. Als ich ankam (ich war ein wenig knapp dran), stand auch schon die ganze Läuferschar da – und das waren diesmal ziemlich viele! War ich bisher von Sigrids Läufen so ungefähr 5 bis 10 Starter gewohnt, standen jetzt mehr als 20 Beinpaare rum und scharrten mit den Füßen. Mit dabei waren u.a. Billy aus dem Streakrunner-Forum, KPU aus dem fernen Württemberg, Jan Prochaska und Michael Vanicek, Anette Bahlcke (unsere nette Physiotherapeutin vom Baltic Run, die auch gern selbst mal schnell und weit läuft), natürlich Sigrid selbst und noch ein paar andere übliche Verdächtige, wie z.B. Lothar Preisler aus Berlin samt Frau (deren Namen ich leider immer wieder verschussele).

Nach einer kurzen Ansprache von Sigrid ging es dann endlich los und das war auch gut so, denn es sollte noch sehr warm werden. Mein bisheriger Temperaturrekord beim „Brocken in Berlin“ lag bei 16 Grad Celsius – allerdings im Minusbereich. Dieser Rekord wurde am Freitag locker getoppt, als wir bei 26 Grad (gefühlt: 34) über die Wege liefen und stolperten. Zum Glück gibt es auf der Strecke häufig Schatten, sodass sich der Kopf auch mal ein bisschen von der Hitze erholen konnte.

Die ersten Runden lief ich mit Billy zusammen und wir schwatzten gemütlich über Ostern, Familie und die kleinen Wehwehchen, die das Laufen (aber nicht nur das) so mit sich bringt. Billy hat dieses Jahr in der Beziehung wirklich eine kleine Pechsträhne: Sie stolpert von einer Verletzung bzw. Erkrankung in die andere. Zum Glück konnte sie ihren Streak noch fortsetzen – es war nie so schlimm, dass sie aufhören musste, auch wenn die Gesundheit natürlich vor geht!
In der 7. Runde bekam ich dann einen Rappel und wollte – wie bei meinen Bergmarathons an dieser Stelle zuvor auch – wenigstens 1 Runde komplett durchlaufen. Leider fiel mir zu spät auf, dass ich den ersten Berg der 7. Runde schon gegangen war und so musste ich die 8. Runde auch gleich noch hinten dran hängen und rennen. Danach ging mir zwar ordentlich die Pumpe und die Beine wurden immer schwerer (selbst der „Lange Hannes“ – der längste und flachste Berg auf der Strecke fiel mir sehr schwer), aber es hat sich gelohnt, denn dadurch habe ich auch wieder neue Energie bekommen.

Die letzten der 18 Runden lief ich dann für mich alleine, überholte immer mal wieder ein paar Läufer und genoss ansonsten das schöne Wetter. Dadurch dass kaum Hundebesitzer unterwegs waren – was mich sehr wunderte – musste ich auch nicht wieder Angst vor Rudelbildung haben und konnte meinen Bergmarathon – ganz im Plan! – nach 4:50:13 h beenden. Eine neue Ziel-60-Zeit sprang dabei auch noch gleich heraus.

Brocken-bezwingende Grüße,
Stefan

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