Yirmi iki – Unsere erste Ori

Am Samstag hatten Hanka und ich unsere erste „Ori“ – also eine Orientierungsfahrt kreuz und quer durch das Havelland. Und genau wie bei den Läufern, gibt es auch bei den Orientierungsfahrern eine Clique, die sich – unbeachtet von der Öffentlichkeit – an Wochenenden an abseitigen Orten zusammenfindet um ihrem Hobby nachzugehen. Was jedoch auffiel, ist, dass die Fahrer wesentlich „regelgeiler“ sind als Läufer. Wahrscheinlich liegt es am Grad der Technik, der verwendet wird, denn bei Triathleten sind mir solche Tendenzen auch schon aufgefallen. Wenn es mehr zu schrauben (und manipulieren?) gibt – dann wird auch mehr über die Regeln und den Ablauf diskutiert. Läufer laufen einfach!

Aber ganz unabhängig von diesen Kleinigkeiten, war es ein sehr lustiges Erlebnis. Wir hatten eine sehr gute, ausführliche und geduldige Einführung von Marina und Andreas (dem Veranstalter-Pärchen), die trotz des Organisationsstresses immer noch genügend Zeit hatten sich zu necken – ein nettes Paar!
Mit uns waren noch zwei andere Teams in der Anfängergruppe, die aber beide schon Ori-Erfahrung hatten und entsprechend ihr Wissen nur noch mal auffrischten. Von ihnen (Julia und Christian) haben wir auch den wertvollsten Tipp bekommen: Lieber länger auf die Karte schauen – es lohnt sich!

Die Aufgaben bestanden dann darin, bestimmte Strecken abzufahren, die aus Gründen der Abwechslung immer mal anders beschrieben waren: Mal als Weg auf der Karte („Fahre abwechselnd über Punkte und Striche“), mal als „Chinesische Zeichen“ (Abbiege-Richtung), mal als winzige Punkte, bei denen immer der nächste angefahren werden musste oder als „Fischgräte“ (1 Straße rechts liegen lassen, 1 Straße rechts liegen lassen, 1 Straße links liegen lassen usw.).
Die angekündigten „Zweitausend und 11 Tücken“ (so hieß die Veranstaltung) bestanden darin, dass der offensichtlichste Weg nicht immer der richtige war. So mussten ab und zu Schleifen eingebaut werden, weil andere Punkte auf der Karte näher lagen oder der Ausgangspunkt der nächsten Aufgabe „vor“ dem Endpunkt der aktuellen Aufgabe lag.

Insgesamt hatten wir viel Spaß und auch wenn es mal zwischendurch hektisch wurde – etwas anderes hatte ich bei Hanka und mir gar nicht erwartet 😉 -, war es ein großer Gaudi. Belohnt wurden wir auch noch mit einem Pokal für den 2. Platz und so hat sich die Fahrt rundherum gelohnt.

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