On dört – Im Schatten der Brücke

Da am Samstag der „Spätstart“ (9 Uhr) anstand, konnten wir uns gemütlich in den Betten und auf den Luftmatratzen noch mal rumdrehen, bevor wir in Richtung Holtenauer Stadion aufbrechen mussten. Beinah hätten wir uns einmal zu viel rumgedreht, denn wir hatten die Aufstehzeit um eine Stunde verpasst. Für ein kurzes Frühstück blieb dennoch Zeit und auf Hanka und Nicole wartete ja noch das „Kaffeekränzchen am Morgen“ mit Angelika – aka Heide -, Rita und den anderen „Clubdamen“. Die Rollenaufteilung scheint da ziemlich geklärt zu sein und so finde ich es ganz gut, dass Hanka auch mal selbst die Stöcke in die Hand nimmt und walkt und Nicole auch mit zum Laufen dazukommt. Aber dazu später mehr.

Ein buntes Feld alter Bekannter hatte sich schon angesammelt, denn schließlich stand an diesem Tag noch die 100MC-Jahresversammlung aus. Da es mein 99. Marathon war, galt ich noch nicht als stimmberechtigtes Mitglied und habe deshalb (und vor allem wegen der netten Gesellschaft und des tollen Wetters) auf die Versammlung verzichtet. Eigentlich halten wir unsere Versammlungen ja auch unter freiem Himmel ab und bewegen dabei die Füße. Denn schwatzen kann man beim Laufen ebenso gut und gibt es nicht oft genug eine „Abstimmung mit den Füßen“?

Auf der Laufstrecke befanden sich, als wir ankamen, schon die 8-Uhr-Starter und so mussten wir uns nur an einen Punkt stellen und 10 Minuten abwarten, bis alle mindestens 1 mal vorbeiflaniert waren. Arne Franck (der Organisator aus Kaltenkirchen) hat Bilder gemacht, bevor er selber um 9 Uhr auf die Runde ging. Die ist übrigens sehr hübsch in Kiel Holtenau, weil es zum einen ca. 500 Meter auf dem Sportplatz entlanggeht (wo man nett mit den Begleitern schwatzen kann) und danach sich durch die Gärten zerschlägt. Schrebergarten, Grillgeruch und Sonnenschein – was will man mehr?

Als das Frühstück für die beiden Damen zu Ende war, gesellte sich Nicole mit zu mir auf die Laufstrecke und Hanka gönnte sich ein bisschen Zeit beim Frisör. Wir schwatzten und liefen und so merkte Nicole fast gar nicht, dass sie schon einen Halbmarathon gelaufen war – das Pensum, was sie sich eigentlich für den Tag vorgenommen hatte. So entschied sie spontan, noch die letzten Runden mit dran zu hängen und kam am Ende auf 26,8 Kilometer. Ihre weiteste Strecke bis dahin, was bei der Hitze, die dann aufkam, auch keine Selbstverständlichkeit ist. Dass der Rekord inzwischen wieder überholt ist, wisst ihr ja längst, aber das ist eine andere Geschichte…

Nach dem Marathon entschieden wir uns für das Relaxen am Thiessen-Kai und zum Entspannen kann ich mir kaum ein schöneres Plätzchen vorstellen: Die Förde liegt träge vor dem Kai, der Kaffee dampft in der Tasse, die Sonne brutzelt auf der Haut und die Gedanken fangen an zu wandern…
In alter Tradition schrieben wir natürlich gemeinsam eine Gruß-Karte in die Berliner Heimat und wenn die Post ordentlich arbeitet, war sie heute angekommen.

Das war´s eigentlich schon aus Holtenau: Sonnig, nett und entspannt!

Seele-baumeln-lassende Grüße,
Stefan

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2 Antworten to “On dört – Im Schatten der Brücke”

  1. Dietrich Says:

    Ich kann zwar nicht türkisch, aber müßte – nach der von Dir vorgestellten Logik – dieser Artikel nicht unter der Nummer „On dört“ firmieren?

    • 99woerter Says:

      Auwei!
      Anscheinend kannst du besser türkisch als ich 😉
      Da war ich augenscheinlich zu müde, um die Reihenfolge noch hinzubekommen – wird korrigiert.

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