On beş – Am Kanal

„Wo ein Kanal das Land in Nord und Süd zerschneidet“ geht einer meiner Ohrwürmer los, den mir Frank mit der Zusammenfassung des NOK-Laufs vom letzten August ins Ohr gesetzt hat. Und genau an dieses sentimental-reminiszente Lied muss ich auch immer denken, wenn ich „den Kanal“ sehe. Da liegt ein schönes Land…

Dabei waren wir uns am Sonntag (pünktlich aufgestanden ;-)) gar nicht mal so sicher, wo wir eigentlich am Kanal hinmüssen. Der NOK ist schließlich lang und wenn man beide Ufer betrachtet sogar doppelt so lang!
Als wir dann eine verdächtige Stelle für den Lauf gefunden hatten, überholte uns schon ein Hamburger Wagen und die Insassen erinnerten uns doch stark an eine Begegnung auf dem Parkplatz am Ostseekai vor dem Kiel-Marathon: Wieder saßen Sarah, Heike und Frank (= Streakrunner) drin und wieder war die Wiedersehensfreude groß. Bei Frank muss man bloß immer aufpassen, weil er mit dem „Hallo!“ auch schon gleich die Kamera mit Videofunktion und Interviewfragen bei der Hand hat.

Anschließend kam noch Andrea – auch sie Strekrunnerin auf Marathonwegen – und natürlich die Vertreter vom 100MC: Sigrid, Hajo, Harald (der Organisator, den ich am Samstag versehentlich mit „Peter“ angesprochen habe – eieiei), Siggi (Organisator vom Tag davor und Bereitsteller der Duschmöglichkeiten von heute), Rita (die fröhliche Walkerin), Rosie, Tanja, Michael (im Nebenberuf Streak- und Worldrunner), Jürgen und Dietrich und wie sie nicht alle heißen! Kurz gesagt, war es ein Treffen mit sehr vielen Bekannten und das zum 100. Marathon ist wirklich hübsch! Manche von ihnen sahen wir ja schon den dritten (René, Affenzahn) bzw. zweiten (Michael, Sigrid, Hajo, Siggi) Tag hintereinander.

Nicole wollte – wie Enno es vorgeschlagen hat – erst mal loslaufen und dann probieren, was so geht (bzw. läuft). Dass sie ohne zu murren den ganzen Marathon durchhält – das hätte ich nicht erwartet!
Einen abwechslungsreichen Marathon hat sie sich für ihre Premiere ausgesucht, denn zunächst ging es durch Wald und Hof hinunter zum Kanal. Dort ein etwas langgezogenes Stück (2 km), das aber durch die großen Frachtschiffe aufgelockert wurde und einfach einlud, den Blick und die Gedanken mal schweifen zu lassen. Anschließend wieder hoch in die Holstein´sche Landschaft, die an dieser Stelle fast ein bisschen wie das holländische Leens aussah und schließlich am Reiterhof vorbei und über den alten Eiderkanal zurück zu Start und Ziel. 5,185 Kilometer geschafft.

Der Lauf an sich war eigentlich relativ unspektakulär, wir ließen uns viel Zeit, schwatzten ein bisschen und genossen es einfach. Die tolle Verpflegung hielt uns auf den Beinen (bedankt seien Tanja, Brigitta und Harald) und so flogen die Runden förmlich dahin. Das Beste war natürlich der Zieleinlauf: Da wir als letzte ins Ziel kamen, warteten schon alle auf uns und bereiteten uns einen wunderbaren Empfang! Viele Gratulationen, Glückwünsche, leckere Torten, Kuchen und Muffins standen bereit und jetzt war einfach nur Zeit zum Genießen!

Ganz tolle Aufmerksamkeiten von Menschen, die mir so sehr ans Herz gewachsen sind! Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass ich das Laufen entdeckt habe, denn diese tollen Begegnungen und Personen hätte ich ansonsten verpasst.

Gerührte Grüße,
Stefan

P.S.: Andrea hat versprochen, dass es zum 200. auch wieder so leckeren Kuchen gibt. Da werde ich mich natürlich ranhalten, dass ich die nächsten 100 auch schnell vollkriege. 🙂

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