92 – Hochzeit

Es war eine so schöne Hochzeit! Nicht nur, dass alles reibungslos geklappt hat, es haben sich auch alle Gäste gut amüsiert, hatten Spaß beim Tanzen (und wir haben viel getanzt! – ich bin zum Glück betriebsfestgestählt) und das Showprogramm war ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Aber der Reihe nach.

Da Elisa und Sebastian in Bocholt wohnen – fast schon in Holland – und der komplette Weg knappe 600 Kilometer beträgt, wollte ich eigentlich mit dem Zug fahren. Schön entspannen, vielleicht ein bisschen vorschlafen und ein Buch lesen oder auch einen Kaffee in der Mitropa trinken. Da auf Arbeit aber zur Zeit die heiße Phase ansteht und ich nicht genau wusste, ob ich den Zug um 16:50 Uhr ab Berlin schaffe und die Bahnfahrer sowieso streiken (oder zumindest bis Freitag morgen in großen Verdacht standen, dies vorzuhaben), bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe mir von Florian ein Auto für den Weg geliehen. Dabei gab es nur genau 2 Probleme: Das Auto (ein Skoda) ist nicht mehr das jüngste und hat deswegen so seine Macken (z.B. meint Florian, dass sich der Motor überhitzt, wenn man zu lange im Stau steht). Zum anderen bin ich nicht mehr der jüngste und habe deswegen so meine Macken (z.B. mal während der Fahrt am Steuer einzuschlafen). Beides nicht unlösbare, aber immerhin erhebliche Probleme, die sich jedoch auf die Schnelle nicht umgehen ließen. So hieß es also „2-1-Risiko“ und ich fuhr am Freitag nach und von der Arbeit gen Bocholt – der Sonne entgegen.

Die Fahrt verlief zum Glück sehr unspektakulär, da ich weder in einen Stau geriet, noch starker Regen aufkam (auch die Scheibenwischer…) und ich zwei halbstündige Nickerchen machte – wobei ich das Auto vorher auf einem Parkplatz sicher abgestellt habe. Es war bloß ziemlich ermüdend und reichlich langweilig, so alleine immer die A2 (und später mal die A3) entlang zu zuckeln (das Auto machte nur 120 km/h – mehr habe ich mir jedenfalls nicht zugetraut). Aber besser spät als nie, dachte ich, und kam tatsächlich gegen 22:30 Uhr in Bocholt an (ziemlich genau die Uhrzeit, zu der auch der Zug ankam – aber so musste mich Sebastian nicht erst am Bahnhof einsammeln). Treffen bei Sebastian – dem die Anspannung schon anzumerken war – und dann erst mal ab zur Unterkunft.

Dort trafen – fast wie verabredet – auch fast zeitgleich die Kruzianer ein – meine Schlafgenossen für das Wochenende: Igor, Ole, Henrik und Lutz. Da ich noch nicht gestreakt war, musste ich gleich erst mal los – Sebastian probte inzwischen mit ihnen ein paar Stücke, die sie am großen Tag aufführen wollten. Und da sich (lt. Aussage der Kruzis) das Proben mit frischen Gerstensaft in der Kehle viel besser gestaltet, besorgte ich nach dem Läufchen schnell noch einen Kasten Bitburger an der Tanke. Ich bin mir nicht sicher, ob es am Kasten lag, daran, dass sich die Jungs auch nicht mehr so häufig sehen oder dass sie einfach Spaß am Singen hatten: Jedenfalls probten die 4 noch bis nachts halb 3 (unterbrochen von Erzählungen und Albereien – also wie bei jedem Wiedersehen unter Freunden) und ich saß dabei und konnte den Gesang genießen. 1A!

Dann aber endlich ins Bett, denn es war ja abzusehen, dass es am Samstag mindestens genau so lange gehen würde und da brauchten wir wenigstens etwas Schlaf…

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