87 – Runtalya

Na sowas! In einem Prospekt im Flugzeug (Linie ‚SunExpress‘) las ich, dass die Strecke des Antalya-Marathons eine der schönsten Marathon-Strecken der Welt sei. Aus den Berichten des vergangenen Jahres habe ich da ganz andere Meinungen herausgehört, aber ich kann mich ja durchaus überraschen lassen.

Ganz unabhängig von der Strecke und deren Attraktivität war die Organisation der Veranstaltung tip-top. Wir wurden von Herrn Ögers Abordnungen pünktlich an alle Stätten gebracht und auch vor Ort lief alles – obwohl der Veranstalter nach eigener Aussage improvisieren musste – reibungslos. Im Bus war die Stimmung noch etwas vorfreudig-müde, aber spätestens im Startbereich kam die richtige Marathon-Stimmung auf! Mit Vorher-Foto (leider haben wir kein Gruppen-Foto von den 100MC-lern hinbekommen – da ist das nächste Mal noch ein bisschen mehr Absprache notwendig), kurzem Schnack mit den Lauffreunden (unter anderem traf ich vor Ort noch Rene Wallesch samt Frau Emily und Bernd Friedrich, der an einem 1-wöchigen Laufseminar von Manfred Steffny in Antalya teilgenommen hat).

Eine Überraschung anderer – und unschönerer Art – war das Wetter. Am Vortag war es noch sehr angenehmes, sonniges Wetter. Pünktlich kurz vor dem Start zum Lauf fing es jedoch an, wie aus Kübeln zu schütten. Dicke, schwere Tropfen fielen vom Himmel und man konnte gar nicht so schnell schauen, wie sich die Läufer unter die Dächer und Vorsprünge flüchteten. Da es auch bis zum Start so regnerisch blieb, wurde dieser um 15 Minuten verschoben – was allerdings nur dazu führte, dass wir eine Viertelstunde länger in der ungemütlichen Kälte ausharren mussten. Als wir dann endlich losgelassen wurden, war alle Vorsicht, dass die Füsse in den tiefen Pfützen nicht nass werden, überflüssig, denn genau auf der Startmatte – über die ja alle drüber mussten – war ein knöcheltiefe Pfütze. Die Schuhe und Socken waren eingeweicht – jetzt konnten wir umso unbeschwerter durch den Regen laufen.

Der wurde nach ein paar Kilometern auch wirklich besser (sprich: weniger) und es kam nach einem Viertel der Strecke tatsächlich die Sonne hervor. Da war es herrlich, an der Steilküste entlang zu laufen, das wilde Mittelmeer zu sehen und sich gegen den Wind anzustemmenö der uns auf dem Hinweg fast hinwegfegte. Diese ersten (und dann wieder die letzten) Kilometer waren der schönste Teil der Strecke – ähnlich wie bei anderen Stadtmarathons. Der Abschnitt dazwischen war jedoch eher zum Vergessen: Schnurgeradeaus kilometerweise und als Begleitung am Rand des Weges nur immer wieder Strandbars (die auf Grund der fehlenden Touristen zur Zeit geschlossen sind) und Hotel an Hotel. Kein schöner Anblick aus meiner Sicht und erst recht keine abwechslungsreiche Strecke, wie ich sie mag.

Zurück nach Antalya – als wir uns wieder dem Ziel näherten – fing es wieder an zu regnen und so schloss sich der Kreis: Begonnen im Regen, beendet im Regen und zwischendurch mit dem Wind um die Wette gerannt.

Abends ging es dann noch auf die ‚After-Run-Party‘ und auch diese war – wie der Marathon – sehr gut organisiert. Es gab vielfältiges, interessantes Essen und ein sehenswertes Show-Programm mit türkischer Folklore, Live-Musik und Bauchtanz. Und um die müden Glieder wieder in Schwung zu bringen, konnten wir ordentlich auf der Tanzfläche zappeln.

Fazit: Ein prima organisierter Marathon, der eine schönere Strecke und besseres Wetter verdient hätte. Aber man kann ja auch nicht alles haben.

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2 Antworten to “87 – Runtalya”

  1. Dietrich Says:

    Glückwunsch zum ersten Marathon in Asien!

    Aber wo kommen denn auf einmal die i-Punkte und die Umlaue her?
    Hattet Ihr doch einen Beutel voll mitgenommen?

    Noch ein paar schöne Tage wünscht Euch

    Dietrich

  2. 99woerter Says:

    Notepad und ein bisschen copy-and-paste von ein paar Webseiten ermöglichten Punkte für das arme ı und sogar ‚ä’s

    😉

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