68 – Über den Berg

Tja, wenn ich so viele Traditionen pflege, was an welchem Wochentag im Blog zu stehen hat (Mittwochs Quiz, Sonntags Wochenübersicht), komme ich mit den „normalen“ Artikeln fast gar nicht mehr hinterher bzw. finde keinen Platz um mal einen kleinen Laufbericht abzugeben. Aber zum Glück stört es mich ja nicht (und euch hoffentlich auch nicht), dass dieser mal einen Tag später kommt. Und ein gutes haben diese Traditionen: Ich muss förmlich mit meinem Blog auf der Höhe der Zeit bleiben, weil sonst ganz viele Quizes auf einmal kommen würden – von den Antworten ganz zu schweigen.

Aber ich wollte ja eigentlich vom Bergmarathon berichten. Falls ich vergesse, wie es wirklich war, muss ich nur kurz vom Stuhl aufstehen und durch das Zimmer stelzen und schon fällt es mir wieder ein: Anstrengend! Die Beine fühlen sich in etwa so an, als ob das Kniegelenk nicht ganz festgeschraubt wäre (was allerdings nur von einer temporären Muskeldysfunktion auf Grund unerhörten Muskelkaters herrührt) und quasi hin- und herbaumelt. Merkwürdig, aber ich weiß ja auch, dass das wieder vergeht.

Beim Lauf selbst, am Sonntag im Volkspark Prenzlauer Berg, wurde ich das erste mal von einem Hund angefallen. Und so ein bisschen kann ich meine Kollegin (und gelegentliche Laufpartnerin) Silke verstehen, die die Biester beim Joggen nicht ausstehen kann. Wir kamen gerade im geschlossenen Pulk (ca. 15 Läufer) um die erste Kurve, als ein Rudel (!) Hunde uns auflauerte. Die liefen kreuz und quer über den Weg und vereinzelt waren zwar auch Halter zu sehen, schienen das aber nicht so schlimm zu finden, dass die Tierchen mit uns spielen wollten. Bis die Tiere dann an uns hochsprangen und bei einem Hund, dessen Schnauze ungefähr in Höhe meiner Gameten ist und der, um mich besser zu erreichen, mir die Krallen in den Oberschenkel gräbt, finde ich das echt nicht mehr lustig.

Als dann noch zur Krönung die (offensichtliche) Halterung brüllte: „BIST DU BLÖDE?“ (wobei wirklich nicht auszumachen war, ob sie mich oder ihren Hund meinte), dachte ich nur noch: Nix wie weg hier! und hoffte, dass das ganze Rudel (Hunde und Menschen) bei der nächsten Runde verschwunden wäre.

War auch so und somit wurde es noch ein sehr angenehmer Bergmarathon. Und eigentlich war dann auch alles wie immer: Jobst kam gut gelaunt in paar Mal vorbeigezischt, auch der zweite und der dritte überrundeten mich eiligen Schrittes. Ich konnte mich am Ende auf den 4. Platz retten (glaube ich jedenfalls) – auch wenn es mein bisher langsamster Marathon wurde.

Danach waren wir (Hanka und ich) noch gemütlich Kaffee trinken in der Schulstraße, schwatzen, lachen, fröhlich sein und ließen den Abend bei Tee respektive Tequila Sunrise ausklingen.

Kraxelnde Grüße,
Stefan

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