22 – 2 Fragen

Heute sind mir spontan zwei Fragen in den Sinn gekommen, die auf den ersten Blick überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Die erste Frage ist, wieviel Zeit ich in die Artikel meines Blogs investieren sollte. Aufgeworfen wurde die Frage, als ich eine Sendung von „Thru the bible“ gehört habe (nicht erschrecken Papa ;-)), in der John McGee über das Priestertum und die Predigten gesprochen hatte. Er meinte, dass er sich sehr viel Zeit nimmt, um eine Predigt vorzubereiten, mindestens drei Stunden.

Nun bin ich weder Priester noch predige ich euch in meinem Blog etwas, aber ich denke, dass ich dennoch versuche ein Botschaft auszusenden und da muss ich mich natürlich auch fragen, wieviel Zeit ich mir für diese Botschaft nehme. Schon die Auswahl der jeweiligen Botschaft sollte durchdacht sein, wenn ich es genau nehme, und die Formulierung erst recht. Zur Zeit geschieht dies ziemlich spontan: Eine Fragestellung, eine Begebenheit oder ein Erlebnis kommt mir in den Kopf und dann schreibe ich so drauf los, was mir dazu einfällt. Frei von der Leber weg, ohne viel Vorbereitung. Erreiche ich damit aber, dass die Botschaft übermittelt wird, die ich übermitteln möchte? Und habe ich überhaupt eine Botschaft? Nun, bei simplen Tatsachenberichten, zum Beispiel einem Laufbericht, ist sicher nicht viel Botschaft enthalten – hier möchte ich euch einfach teilhaben lassen. Aber wenn es um Themen geht, die mir wirklich am Herzen liegen, dann möchte ich ganz sicher, dass ich so verstanden werde, wie ich es meine. Und deshalb sollte ich über solche Artikel auch ruhig noch mal nachdenken. Zum einen, ob ich den ganzen Umfang des Problems (denn oft handelt es sich ja darum), über das ich reden möchte, abgedeckt habe und zum einen, ob die Gedanken wirklich klar formuliert sind.

Das mag jetzt ein wenig überkandidelt klingen – schließlich schreibe ich meinen Blog ja nur zu privaten Zwecken -, aber es ist mir schon wichtig. Und just da setzt auch meine zweite Frage an: Was macht mir die Menschen so wertvoll, die mir wichtig sind? Und weil ich die erste Frage nicht ohne Echo in mir verklingen lassen möchte, muss die Beantwortung der zweiten Frage noch warten, bis ich mir über meinen Standpunkt Gedanken gemacht habe und diesen auch klar artikulieren kann. Im Jahr 2011 dann also. Wahrscheinlich – vielleicht auch später. Aber wie Alberto Knox mal formulierte: „Eine Frage enthält oft tausend mal mehr Zündstoff als eine Antwort“.

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