15 – Berlin-Bremen: 12 h

Langsam wird es Zeit, dass ich auch die Weihnachtsgeschichten nachhole und von den schönen Erlebnissen bei meiner Schwester im Kreis der Familie berichte.

Zuallererst ist da natürlich die Anfahrt. Meine Mama und ich machten uns nach der Arbeit am 23.12. gemeinsam auf den Weg in Richtung Bremen. 429 km und ca. 4 Stunden Fahrt laut Google Maps. Gut, es war der Tag vor Heiligabend und diesen Dezember herrscht das reinste Schneechaos in Deutschland. Wir sollten also vorsichtshalber zwei Stunden mehr einplanen. Da wir 15:30 losfuhren, rechneten wir also damit bis spätesten 22 Uhr in Bremen zu sein.

Womit wir nicht rechneten, waren die katastrophalen Verkehrsverhältnisse auf der A2. Es war, glaube ich, gegen 20 Uhr als wir in den Stau gerieten, in dem wir letztendlich bis circa 23:15 stecken sollten. In den 3 Stunden kamen wir schätzungsweise 20 Kilometer voran – ein Schnitt, den man zu Fuß locker überbieten kann. Es war schon nahezu gruselig, all die Autofahrer nachts auf der Autobahn zu sehen – scheinbar rat- und machtlos. Und da ich noch nicht gelaufen war an diesem Tag, hatte ich wirklich kurz Sorge um meinen Streak. Da wir aber sowieso etwas essen mussten, hielten wir an einer Raststätte an, ich absolvierte einen 15-Minuten-Lauf und anschließend aßen wir noch Currywurst.

So waren wir ca. 1 Stunden beschäftigt und siehe da: Als wir kurz nach Mitternacht wieder aus der Raststätte kamen, hatte sich der Stau aufgelöst. Dachten wir wiederum nur. Er war einfach ein paar Kilometer weitergezogen, aber alles ging immer noch sehr zähflüssig. Zum Glück konnten wir uns mit dem Fahren abwechseln, denn die Fahrt bei Dunkelheit, schlechten Straßenverhältnissen und aufkommender Müdigkeit war doch sehr anstrengend. Langsam ging es dann weiter (quasi nie schneller als 80 – auf der Autobahn!) und so kamen wir erst nach 12 Stunden, gegen halb vier Uhr morgens, bei meiner Schwester an.

Sie hatte uns wohlweislich einen Schlüssel unter die Fußmatte gelegt, sodass wir uns wie die Diebe ins Haus schleichen konnten und anschließend wie zwei Steine ins Bett fielen. Nur noch bequem schlafen! war der letzte Gedanke, den ich hatte.

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