18 – Marathon auf holländisch

Niederländisch ist wirklich für Deutsche eine sehr einfache Sprache. Nimm einen großen Batzen Deutsch und Englisch, ein klein wenig Französisch (nicht zu viel) und mische alles mit ein bisschen Eigenheiten durch. Schon fertig. Niederländisch ist eine sehr einfach Sprache – jedenfalls, wenn man es geschrieben sieht. Beim Sprechen kommen einfach zu viele Ch-Laute ins Spiel.

Niederländisch ist eine sehr einfach Sprache, so heißt zum Beispiel „Marathon“ auch einfach „Marathon“ und so fiel es selbst uns weit gereisten nicht schwer, die entsprechende Sportveranstaltung in der Leenser „Sporthal“ (dreimal dürft ihr raten, was das nun wieder heißt) zu finden. Da wir den „Halve marathon“ auch noch ganz gut identifizieren konnten, hatten Nicole und ich ruckzuck unsere Startnummern in der Hand und waren somit schon eine halbe Stunde vor Beginn fertig präpariert. Das gab uns noch Zeit, Thea, Klaus und Arne vom 100 MC zu begrüßen. Thea wollte in diesem Rennen Bestzeit laufen (die bisherige lag bei 3:23 – holyshit), was ihr auch um 3 Minuten gelang (das war gleichzeitig der Tagessieg).

Nicole und ich ließen es ruhig angehen und landeten so erst mal prompt am Ende des Feldes:

Davon ließen wir uns aber natürlich nicht beeindrucken und gingen den Lauf routiniert an. Die Strecke war eine 7-km-Runde, sehr flach (halt typisch holländisch), aber dennoch kaum windanfällig, also mit idealen Laufbedingungen. Die rote Laterne konnten wir dann noch an zwei Mitläufer abgeben, die ebenfalls gemütlich schwatzend zusammen die Strecke absolvierten – von denen uns allerdings einer noch kurz vor dem Ziel noch versägte. So wurde es für uns eine 2:18 h für den Halbmarathon – eine prima Zeit für unsere Laufgemeinschaft.
Nicole wurde – etwas durchnässt – von Martin und Hanka in Empfang genommen und durfte sich in der Dusche aufwärmen. Für mich hieß es noch mal 3 Runden um die Wiesen und Bauernhöfe in der holländischen Provinz. Die erste Runde nutzte ich die noch relativ lockeren Beine und ließ es einfach laufen. Es war herrlich so auf der mittlerweile bekannten Strecke die Beine sich einfach mal austoben zu lassen und auch wenn ich das Gefühl hatte, dieses Tempo nicht unbedingt lange durchhalten zu können, genoss ich doch einfach diesen Spaß. Auf der zweiten Runde wurde der Regen wieder heftiger, weshalb ich noch nicht so recht drosseln wollte und auf der dritten Runde gab mein Darm Alarmsignale, weshalb ich so schnell wie möglich ins Ziel kommen wollte.
Tja und so wurden es 3 schnelle letzte Runden und meine beste Zeit auf der zweiten Hälfte eines Marathons: 1:46:33 h für die zweiten 21,0975 km. Letztendlich war ich so schnell, dass ich die anderen verpasst habe und somit etwas länger auf die warme Dusche warten musste, aber Spaß hat es gemacht!

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3 Antworten to “18 – Marathon auf holländisch”

  1. ramonarun Says:

    Na, da hat sich der Ausflug ja gelohnt. Herzlichen Glückwunsch Dir und Nicole! Ich hoffe, bei Nicole ist auch wirklich alles in Ordnung!
    LG, Ramona

  2. Dietrich Says:

    Congratulations auch von uns, insbesondere zur besten zweiten Halbzeit!
    „Der Mann aus Berlin“ (lt. Bericht von AF) ist also seinem 100MC-Ziel wieder einen Prozentpunkt nächer gerückt. Sehr schön! Und offenbar ziemlich locker und unbeschwert. Bist Du bei „Lens 2011“ auch wieder dabei? (Aber vielleicht wegen des 20.11. auch nicht…)
    Gibt es eigentlich im Club einen Alters- oder Intensitätsparameter, etwa Marathonzahl/Lebensalter oder Marathonanzahl/Aktivitätsjahre? (Und wenn ja, wie steht denn diesbezüglich SB so da?) Oder ist dies ein nicht gewünschter, „ungesunder“ Wettbewerb?

  3. 99woerter Says:

    Danke für die Glückwünsche. Soweit ich es weiß, ist Nicole wieder wohlauf und ihr ging es ja nach dem Schreck auch wieder gleich gut (zum Glück!)

    Einen Altersparameter gibt es übrigens nicht – außer bei den Marathonzeiten, die werden in manchen Statistiken mit dem Alter des Läufers geglättet – aber auf Zeiten kommt es den 100 MC´lern meist sowieso nicht so sehr an.
    Und ein bisschen „Wettbewerb“ ist sicher auch dabei, wer die meisten Marathons in einer bestimmten Zeit schafft (ein Jahr, ein Jahrzehnt, …) – aber das alles ist immer mit viel (Wiedersehens-)Freude verbunden und jeder gönnt dem anderen den Spaß (jedenfalls so weit ich es mitbekomme).

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