48 – Runder Kilometer

Dieses Wochenende war es endlich soweit! Obwohl sich der Oktober mit den vielen kurzen Läufen doch sehr zurückhält in der Kilometerzahl (voraussichtlich der kürzeste Laufmonat des Jahres), hat er dennoch die Ehre für ein besonderes Jubiläum. Es ist der Monat mit dem 10.000 Kilometer. Ein Viertel der Erde ist umrundet und natürlich wird sofort das nächste Viertel in Angriff genommen. Aber es ist doch mal eine schöne runde Zahl. Das nächste Mal gibt es so etwas erst wieder bei 100.000 Kilometer und dann gar nicht mehr (oder ich werde ungewöhnlich alt).

An so einem Punkt ist es geradezu angebracht, sich noch einmal umzuschauen und zu überlegen, was in den letzten 10.000 Kilometern so passiert ist. Wenn es Jahre wären, hätte gerade die Jungsteinzeit begonnen, als ich mit dem Laufen anfing, die Menschen hätten Tiere gezähmt und „nutzbar“ gemacht (was mich an ein interessantes Gespräch mit Ramona am Samstag in Schlaubetal denken lässt) und sich sesshaft niedergelassen. Dann wären Kulturgüter wie Schrift, Geschichten und Lieder entstanden, die Pyramiden wären gebaut worden und irgendwann auch Atombomben.

Läuferisch und quasi psychisch-emotional habe ich – wofür ich sehr dankbar bin – oft meine Grenzen überschritten: mit 15 km [9.4.2006], 21 km [20.8.2006], 42 [22.10.2006], 76 km [24.8.2008], 107 km [12.9.2009] und 160 km [9.4.2010]. Aber ich bin auch an meine Grenzen gestoßen, wie gerade eben erst beim Deutschlandlauf. Das wichtigste ist aber dabei, wie viele nette Menschen und Persönlichkeiten ich dabei kennengelernt habe. Viele Freunde und Bekannte, die ich heute habe, hätte ich nicht – oder zumindest nicht in dieser Intensität -, wenn ich nicht laufen würde. Besonders aufgefallen ist mir dies heute wieder in Magdeburg, wo es immer mal wieder ein fröhliches „Hallo!“ gab, weil eben einer jener Lauf-Freunde auftauchte.

Kurz gesagt: Ich genieße das Laufen und seine Begleiterscheinungen, mag es, meinen Körper zu fordern und gleichzeitig zu entspannen. Ich lerne liebe Menschen und Orte kennen und habe dabei einfach eine schöne Zeit! Und so soll es auch auf den nächsten 10.000 Kilometern sein – wenn ich es mir wünschen darf.

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