47 – Magdeburg (vorgezogen)

Um nicht den Wochenbericht zu sehr aufzublähen, ziehe ich mal kurzerhand die Sonntags-Schilderung auf den Freitag vor und berichte an dieser Stelle schon vom Magdeburger Marathon.

Los ging der Marathon eigentlich schon am Samstag, denn Hanka, Nicole und ich fuhren an jenem Tag abends in die sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt. Übernachtung im Hotel war organisiert und so mussten wir nur noch Silke, Micha, Thomas und Ulf finden, die beim Italiener auf uns warteten. Kein Problem, dank Petra, dachten wir jedenfalls und fuhren euphorisiert – nachdem sich das Problem der Zieleingabe geklärt hatte – in die Fritz-Reute-Straße, wo das Restaurant „Ciao Ciao“ liegen sollte. Zentrumsnah, wie uns gesagt wurde.

Nun, die Fritz-Reuter-Straße gibt es in Magdeburg, aber von Zentrum und Italienern fehlt dort jede Spur. Nein – das kann es nicht sein! Nach kurzer Nachfrage war klar: Ernst-Reuter-Allee war gemeint und diese liegt wirklich direkt im Zentrum!

Nach diesen Anlaufschwierigkeiten, hatten wir einen schönen Abend mit Chianti (zum Auffüllen der roten Blutkörperchen – brauchen wir ja beim Laufen zum Sauerstofftransport), Weizenbier (isotonisch) und natürlich jeder Menge Pasta. Gegen 22 Uhr schlichen wir allerdings schon ins Hotel zurück, da der morgige Lauf ja auch noch zu bewältigen war.

Silke und Micha kamen am Vortag noch in den Genuss einer Stadtführung – Nicole und ich haben dies beim Marathon einfach nachgeholt. Die ersten 14 Kilometer (gingen quasi genau durch die Stadt) konnten wir zusammen laufen – dann bogen die Halbmarathonis ab auf den windgeschützten Heimweg. Und während der 14 Kilometer sahen wir allerhand von Magdeburg: Hundertwasserhaus, Rathaus, Otto-von-Guericke-Statue auf dem Markt, Kloster „Unser lieben Frauen“ (das älteste Gebäude Magdeburgs), den Dom (lange Zeit der größte in Europa) und immer mal wieder über die Elbe.

Nachdem Nicole und ich uns getrennt hatten, ging es für mich auf das freie Feld, immer elbabwärts in Richtung des Wasserkreuzes – die Kreuzung zwischen Elbe und Mittellandkanal. Der Hinweg war dabei geprägt von kräftigem Rücken- und Seitenwind und da mir bei Kilometer 19 die Spitze entgegenkam, konnte ich aus ihren Gesichtern schon ablesen, dass der Rückweg (dann logischerweise mit Gegenwind) doch ein hartes Stück Arbeit werden würde. Versorgt wurden wir prima auf der Strecke: Haferschleim, Malzbier, Cola, Tee, Bananen, Müsliriegel, Äpfel und 1 mal sogar inoffiziell Glühwein – es war an alles gedacht. Die Trogbrücke über die Elbe – in der echte große Schiffe fahren, war dann der Höhepunkt. Zum einen, weil wir sie überquerten und der Wind genau senkrecht zur Elbe blies – uns also mitten ins Gesicht – und zum anderen, weil sie ein faszinierendes Bauwerk ist. Zwanzig Meter über dem Fluß spannt sich plötzlich ein zweiter Fluss auf, auf dem Schiffe fahren können. Millionen Liter von Wasser fasst diese technische Meisterleistung und es war einfach nur beeindruckend, auf ihrem Fußweg entlang zu marschieren.

Der Rückweg war dann geprägt von immer wieder aufkommendem Gegenwind und da sich die Temperaturen auch arg in Grenzen hielten, war ich ganz froh, dass es so gut lief, dass ich zügig rennen konnte. So wurde mir nicht allzu kalt (außer mal an den Händen) und die Abschnitte mit Gegenwind konnte ich auch schnell hinter mir lassen. Die Kilometer flogen quasi nur so vorbei (jedenfalls gefühlt) und es war einfach ein sehr schöner Lauf, bei dem alles gepasst hat.

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