64- Brauerei

Zum Geburtstag vor rund einem Vierteljahr hatte ich einen Gutschein für einen Brauereibesuch geschenkt bekommen. Es sollte zum „Brauhaus in Spandau“ gehen und da sich so ein Besuch besser zu zweit machen lässt – „denn wer trinkt schon gern allein“ -, wurde Martin einfach mitgeschickt. Machte ihm aber, glaube ich, nichts aus 😉

Das Brauhaus kann man sich eher als eine Art Gaststätte denn als Brauhaus vorstellen und eine entsprechende Gemütlichkeit strahlte es aus. Uns schreckten zwar erst mal die vielen blau-weißen Fähnchen und Schleifen ab – es herrscht gerade „Oktoberfest“ beim Brauhaus Spandau -, aber wir sind ja auch ausländischen Bräuchen gegenüber aufgeschlossen.

Zusammen kam eine Gruppe von ca. 12 Männern und 1 Frau. Die Anwesenheit der Frau fand ich gar nicht so verwunderlich – es gibt ja schließlich auch Frauen, die gern Bier trinken. Margit schien allerdings nicht dazu zu gehören. Oder zumindest konnte sie ihre Freude nicht so recht zeigen. Während die Herren fast von Anfang an recht gelöst und entspannt waren, ein Zustand, der durch regelmäßige Verkostung des Endprodukts gefördert wurde, kniff sie den Mund zusammen, lachte maximal kurz und spöttisch und schien sich irgendwie unwohl zu fühlen. Obwohl aus meiner Sicht wirklich alle aufeinander Rücksicht genommen haben. Aber wer weiß schon, warum sie zum Brauereibesuch gekommen war?

Die Führung selbst war zum einen interessant – wir konnten zum Beispiel von allen möglichen Vor- und Zwischenprodukten (Malz, Maische, Stammwürze, Jungbier) probieren -, aber vor allem war es lustig. Wir hatten zwei Führer: Der Meister, 65, und ein Student des Brauwesens (gibt es wirklich!), 30, der gerade seinen zweiten Tag im Brauhaus hatte. Beide konnten aber Anekdoten aus dem Brauerleben und der Meister auch aus dem Berliner Dasein, einstreuen, dass es nur so eine Lust war.

So vergingen, mit Frühstück und Mittagessen, die 8 Stunden, die für die Führung vorgesehen waren wie im Fluge und als am Ende das verkostete Bier alle war, setzten wir uns mit ein paar anderen einfach noch kurzerhand für einen Scheidebecher an den Tresen. Fazit: Wer Bier mag, für den ist eine solche Führung eine sehr feine Sache. Sehr empfehlenswert!

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