93 – Gänsehautgefühl (RÜG)

Nun standen wir also auf der Insel Rügen. Der Wind pfiff uns um die Nase, die Ostsee klatschte plätschernd an die weiße Steilküste und das Wetter war einfach wunderbar. Viele Kilometer Weg liegen vor uns, aber sehen kann man nur ca. 5 Kilometer. Der Rest liegt geheimnisvoll im Verborgenen. Irgendwie schon Gänsehautgefühl!

Zum Start war dann tatsächlich die angekündigte Presse gekommen (NDR und wie es scheint die Lokalzeitung), die Rügener Landrätin gab den Startschuss und wir liefen um 9:05 Uhr PR-gerecht mit wehenden Fahnen („Deutschlandlauf. Von Rügen nach Lörrach“) und guter Laune los. Das waren übrigens die einzigen Meter, bei denen ich geführt habe. Irgendwie wollte keiner in die erste Reihe und da ich nun mal so da rumstand…

Die Fahnen wurden wir schnell wieder los, nachdem wir an der Kamera vorbei waren und so ging es leichten Schrittes in Richtung Süden. Und diese erste Etappe ist – wie Silke schon sagte -wirklich wunderschön! Man kommt über die ganze Insel, vorbei an vielen Feldern (auf denen die Trekker fuhren), durch kleine Dörfer und hier und da begegneten uns, wie verirrt, Touristen auf ihren Touring-Rädern. Das einzige, was nicht so toll ist, ist der große Anteil an Straßen, den wir laufen müssen, aber wie Ingo sagt: „Deutschland ist nun mal ein dichtbesiedeltes Land…“ Schwamm drüber. Außerdem bringt der Straßenverkehr – neben den störenden Faktoren wie Lärm, schlechte Luft und Lebensgefahr – den schönen Nebeneffekt, dass ich Helmut (den Organisator des Bremer Zeitsprung-Marathons) bewundern durfte, wie er sich wie ein Rumpelstielzchen aufregte, über Autofahrer (und vor allem Busfahrer!), die aus seiner Sicht nicht genügend Platz machten.

Um alle zu beruhigen: Eine Gefahr bestand eigentlich nie wirklich, bloß manche Autofahrer haben halt wesentlich besser und rücksichtsvoller Platz gemacht als andere. Wie die Menschen nun mal so sind! Ansonsten lief es sehr gut auf der ersten Etappe – vom fiesen Muskelkater wegen des letzten Freitag und Samstag mal abgesehen 😉 – und Heike Pawzik hat mir den wertvollen Tipp gegeben, den Schuh noch lockerer zu machen, wenn sich Probleme auf dem Fuß oder am unteren Schienbein andeuten. Habe ich heute beherzigt und zumindest für diese Etappe ging alles gut mit der Problemzone. Hoffen wir, dass es so bleibt.

Aufgetaktete Grüße,
Stefan

P.S.: 1. Etappe, 65,9 km, 8:44:47 h

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7 Antworten to “93 – Gänsehautgefühl (RÜG)”

  1. Sherry Lady Says:

    Toll! Mach weiter so!
    Lg Hanka

  2. Dietrich Says:

    Das war ja ein guter Start: Alles im Plan.
    Schlaf gut und sammle Kraft für die kommenden Hammer-Etappen.

  3. Billy Says:

    Schön, dass Du uns auf dem Laufenden hältst, Stefan. Guter Start. Mach weiter so!

    LG Billy

  4. Marianne Says:

    Viel Erfolg, Stefan! Und komm weiterhin gut durch!

    LG Marianne

  5. Hoppelchen Says:

    Du machst das sehr gut. Der Auftakt ist gelungen. Nu isses nicht mehr weit … *um mit Schneggi zu sprechen: brüll, wieher, unter’n Tisch schmeiss*.

  6. Klaus Says:

    Ein paar Meter geführt…gut Stefan, mehr muss nicht sein. Wichtiger ist, ich finde Dich die nächsten 17 Tage in den Tagesberichten des DL unter angekommen. Dazu hier im Blog hoffentlich weiter immer mit guter Laune und, dass Du nichts über „mir tut viel weh“ schreiben musst.

    LG Klaus

  7. ramonarun Says:

    Super, dass es so super läuft! 😉
    LG, Ramona

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