116 – Jener perfekte Samstag

Über diesen Samstag könnte ich wahrscheinlich drei bis dreizehn Blog-Einträge schreiben – wenn denn jeder in einer erträglichen Bildschirmleselänge bleiben soll – und würde ihm dennoch nicht gerecht werden. Wann hat man schon mal einen Tag, wo alles passt?

Deshalb muss ich mich beschränken und kann nicht voll über die Fahrt nach Leipzig und zurück in 10 Stunden, das Sänftenrennen, erstaunte Touristen, fotografierende Kinder, die Schwebende, das Möhrchen, über freie Träger und tolle Fans, über Nachglühen und Weiterglühen, über Ya Mas und 113, ach, über all das kann ich gar nicht berichten, wie es seiner würdig wäre. Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht als Eitelkeit aus, dass ich deshalb über den Leipziger Lauf – das erste Highlight dieses Tages – berichte. Irgendwie muss ich ja eine Auswahl treffen.

Somit also: Leipzig und ich muss zugeben, dass ich die Hinfahrt komplett verschlafen habe. Ich war zwar auch bereit (und so weit munter) gewesen, mich hinter´s Steuer zu setzen, aber Hanka übernahme netterweise die Chauffeursdienste und gönnte mir noch zwei Stunden Ruhe vor dem Rennen (schließlich mussten wir schon um 3:10 Uhr aus Berlin abfahren). Laut Berichten, hat sie dabei laut gesungen, sich über sintflutartige Regenfälle und über die alltäglichen Raser auf den deutschen Autobahnen beschwert. Ich habe gar nix mitbekommen.

In Leipzig angekommen fanden wir relativ flott das Stadion und fast noch flotter alte Bekannte. Ab hier gilt: Ich vergesse bestimmt jemanden zu erwähnen! Und wenn es so ist, so ist das keine Geringschätzung, böse oder nette Absicht, sondern liegt einfach daran, dass Hanka und ich mittlerweile bei den Läufen so viele bekannte Gesichter treffen, dass man in einem Blog-Eintrag mit erträglicher Bildschirmleselänge – ich befürchte, dieser wird es nicht – alle würdigen kann. Dies gilt übrigens für alle folgenden Laufberichte – auch ohne weitere explizite Hinweise 😉

Da waren zum Beispiel die Gesichter vom Baltic Run: Detlev Abel mit seiner Frau Ines (die wir hier das erste mal getroffen hatten), Bernd Kalinowski (mit dem ich die erste meiner fünf 10-Kilometer-Runden gelaufen bin), Stevie Fecher, Bernd Friedrich, Sascha Pantel und Schneggie. Dann auch noch überraschend Altkanzler Helmuth Kohl und Heiko Wendefeuer (Jahrgang 1982) vom 100 MC, Bianka Jannasch-Fleischer (die sich das erste mal an einen Ultra wagte und ihn mit Bravour in etwas über 5 Stunden meisterte!) und Wolfgang Wilde vom Laufclub Nauen (der Gastgeber am nächsten Sonntag ist und wo auch meine Lieblings-Laufmaus beschäftigt ist).

Tja, damit ist eigentlich schon fast alles gesagt, außer dass das Rennen selbst für mich exakt nach Plan lief (Runden immer um die 60 Minuten, am Ende musste ich ein bisschen Gas geben, um unter 5 Stunden zu bleiben), dass Hanka die Zeit nutzte um ihre zwei Stunden Schlaf nachzuholen, dass es auf der Lauf-Runde durch Wendemarken immer wieder zu netten Begegnungen und „Hallo!“ kam (u.a. mit PatrickO von den Streakrunnern, den ich vorher noch nicht getroffen, mich mit ihm aber im Forum verabredet hatte) und dass wir, wie der Blitz, nach dem Rennen wieder nach Berlin zum Sänftenrennen gedüst sind – man kann ja nie wissen, was so auf den Straßen los ist.

Advertisements

Eine Antwort to “116 – Jener perfekte Samstag”

  1. laufmauselke Says:

    Ein bisschen verrückt bist Du schon, stimmts. 🙂
    Gut, das Hanka so eine treue Seele ist. Da kannst Du Dir wenigstens ab und zu etwas Ruhe gönnen.
    Glückwunsch zum 50-ger und gute Erholung.
    Liebe Grüße auch an Hanka von
    Deiner Lieblingslaufmaus 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s