134 – Baltic-Run Tag 3

Der dritte Tag beim Baltic-Run wäre für mich fast zum Pyrrhussieg geworden. Es war sehr, sehr heiß und der Lauf führte auf langen Geradeaus-Strecken oft unter freiem Himmel entlang. Zum Glück hatte „El Chefe“ (Jörg Stutzke) Zwischenstationen mit Wasser organisiert, sodass sich Bernd und ich ein wenig abkühlen konnten. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich die Etappe ohne Bernd überstanden hätte, da bei mir nach ca. 30 Kilometern Beschwerden am unteren Schienbein (quasi zwischen Schienbein und dem Fußgewölbe) entstanden und dadurch mein Schritt etwas unrund und – vor allem – sehr anstrengend wurde.

Aber der Reihe nach, wir wollen ja nicht gleich mit den „Höhepunkten“ alles verpulvern. Der Tag fing nach einer unruhigen, schlaflosen Nacht erst mal sehr gemächlich an. Ich weiß nicht so richtig, woran es lag, aber meine erste Nacht in der Turnhalle (jene in Prenzlau vor der 3. Etappe, nach der 1. Etappe hatten wir ja im Hotel geschlafen) war davon geprägt, dass ich nicht einschlafen konnte. Dies ist etwas, was mir sonst so gut wie nie passiert. Ein paar Stunden Schlaf kamen dann zum Glück doch zusammen, aber ich schätze, dass es nicht mehr als 2-3 Stunden waren.

Gefrühstückt wurde gemeinsam an Bierbänken direkt in der Halle – die wirklich geräumig und hochmodern war. Ein Becher Tee, ein Brötchen, mehr war vor dem Lauf nicht drin. Erwartungsgemäß wurde ich wieder der langsamen Gruppe zugeteilt – jenen Läufern, die normalerweise um 7 Uhr starten. Dadurch, dass aber ein sehr heißer Tag angekündigt war (der ja dann auch kommen sollte), wurde der Start um eine halbe Stunde nach vorn verlegt. Dank meiner Schlaflosigkeit hatte ich aber kein Problem, meine Sachen dennoch in aller Ruhe zu packen und mich für den Start zurecht zu machen.

Los ging es in Prenzlau und von da aus über Pasewalk nach Ueckermünde. Ich würde hier gern die Wegdaten als Karte mit bereitstellen, aber so wie es aussieht, habe ich meine Docking-Station für den Garmin beim Baltic-Run vergessen, sodass dies leider noch warten muss (Anfrage läuft aber schon). Besonders hübsch auf dieser dritten Etappe war eine Beschriftung auf einer Autobahnbrücke, die uns sagte: Die Hälfte vom Baltic-Run 2010 ist geschafft!

Als nach ein bisschen Quälen (und gutem Zureden von Bernd á la „Kümmer dich nicht um morgen – erst mal die heutige Etappe schaffen“) auch die heißeste und längste Etappe des Baltic-Run geschafft war, gab es zur Belohnung im Hotel am Marktplatz ein leckeres Büffet und danach mit Hanka, Nicole, Bernd, Silke („Abelchen“) und Tom ein leckeres Eis. Die Nacht danach konnte ich im Übrigen ohne Probleme ein- und durchschlafen: Ich war einfach zu kaputt.

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