172 – Mein Beruf: Pacebunny

Am Samstag war es mal wieder so weit: Der Krakower Mittsommernachtslauf stand auf dem Programm. Die Krakower Veranstaltung zeichnet sich vor allem durch eine liebevolle Organisation (mit der Siegerehrung wird zum Beispiel gewartet, bis der letzte Läufer im Ziel ist), eine familiäre Atmosphäre (die Physiotherapeutin beim Lauf ist die Klassenkameradin von Silke, meiner Mitläuferin und so scheint hier irgendwie jeder jeden zu kennen) und ganz einfach eine tolle Stimmung aus.

Im letzten Jahr hatten sich – vielleicht auch auf Grund des schlechten Wetters – nur etwas mehr als 100 Läufer eingefunden, was Silke und mir Gelegenheit gab, auf das Podium zu stürmen. Diesmal waren es 60 mehr und die Konkurrenz damit erheblich größer. Silke und ich liefen im letzten Jahr 2:49:27 (2. bzw. 3. Platz in der AK) und Silkes Mann lief eine tolle 2:17:20 h, was ihn in die Top-Ten des gesamten Laufes brachte!

Neues Jahr, neues Glück und neuer Ehrgeiz, dachten Silke und ich uns und nahmen uns heldenmutig eine 2:49:59 vor (oder ein bisschen besser). Mir kam dabei – wie im letzten Jahr – die Aufgabe des Hasen zu, wobei ich auf den ersten paar Kilometern eher darauf achten musste, dass Silke nicht zu schnell wird. Denn diese (bis Kilometer 15) gingen wirklich sehr locker: Wir liefen mit einem Schnitt von 5:08 Minuten pro Kilometer (5:30 hätten wir benötigt) und konnten uns dabei sogar noch ganz locker unterhalten. Die Strecke mit ihren kurzen, giftigen Anstiegen kannten wir inzwischen und sie machte uns keine Angst mehr und so lief es insgesamt sehr locker dahin.

Die 15-Kilometer-Marke kam ein bisschen früh (ab Kilometer 25 standen die Schilder wieder korrekt), aber wir ließen uns davon nicht beeindrucken und liefen den Halbmarathon immer noch in sehr guten 1:49 h. Ab dieser Marke wurde es – schon aus psychologischen Gründen – etwas schwieriger und hier war mein Geschick als Pacebunny gefordert. Wir hatten uns ein ordentliches Polster zusammengelaufen, sodass ich Silke nur noch in der Spur halten musste. Wir überstanden gemeinsam die schweren 5 Kilometer zwischen 22 und 27 und als diese geschafft waren, war unser Ziel schon greifbar. Ab da hieß es nur noch durch den Ort, einen letzten Berg hoch und schließlich konnten wir uns im Ziel über eine Zeit von 2:41:52 h freuen.

Ein rundherum schönes Rennen und auch Hanka hat es wieder geschafft, ein paar Kilometer in die Beine zu bekommen. Sie radelte mit uns die erste Strecke (und heiterte die Läufer auf), bog dann auf der Hälfte des Sees Richtung Krakow ab und empfing uns wieder erfrischt im Ziel. Leider lief es bei ihr nicht so gut, sodass sie noch am Sonntag gestöhnt hatte, aber ich hoffe, dass die Rad-Muskulatur auch bei ihr wieder einsetzt und der Körper bei solchen Extra-Touren mitspielt. Denn es ist einfach schön, sie auf dem Fahrrad mittendrin statt nur dabei zu haben.

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3 Antworten to “172 – Mein Beruf: Pacebunny”

  1. Ramona Says:

    Schade, dass ich mich gegen eine Teilnahme entschieden habe. Es wäre schön gewesen, Euch mal wieder zu treffen. Aber das klappt sicher bald wieder!
    Herzlichen Glückwunsch und liebe Grüße!
    Ramona

  2. Ramona Says:

    Ja, ich weiß. 😉

    Ramona

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