184 – Sorgen mit der Deutschen Bahn

Um auch wirklich (fast) alle Teile meines neuen Taschenrechners zu nutzen – rede ich hier eigentlich zu viel über meine Spielzeuge? – blogge ich heute mal im Bus. Es ist zwar einer jener „Trockenblogs“, da kein unverschlüsseltes WLAN verfügbar ist, aber das spart mir immerhin die Zeit, mich heute abend noch mal an den Rechner setzen zu müssen und dann kreativ zu werden.

Ich fahre übrigens, für die Leute, die es interessiert, zu meinem Kommilitonen Thomas, der spontan zum Grillen uff´m Balkon eingeladen hat. Das Bier habe ich zwar vergessen, aber immerhin habe ich an den Nudelsalat gedacht, der von der samstäglichen Party noch bei mir im Kühlschrank stand. Das Grilen sollte eigentlich um 20 Uhr losgehen, aber da hat uns die Deutsche Bahn einen Strich durch die Rechnung gemacht. Beziehungsweise Oranienburg. Beziehungsweise die Engländer. Beziehungsweise alle zusammen.

Hintergrund ist der, dass während wir in Neubrandenburg beraten haben, in Oranienburg eine Bombe (ich schätze mal 2. Weltkrieg) gefunden wurde. Als wir dann im Heimatort unserer Firma in den Zug stiegen, dachten wir noch, dass wir um 18:15 Uhr in Berlin landen würden. Die Hoffnung wurde in „Grüneberg“ jäh zerstört, als die Bordsprechanlage des RE knackte und verkündete: „Auf Grund eines Bombenfundes in Oranienburg verzögert (sic!) sich die Weiterfahrt um unbestimmte Zeit."

Die „unbestimmte Zeit“ sah dann so aus, dass nach 30 Minuten Busse in Richtung Berlin in Aussicht gestellt wurden – wann wurde natürlich nicht gesagt. Und so standen wir halb-frierend im trostlosen Grüneberg und warteten. Zum Glück hatte der Mann der Kollegin, mit der ich unterwegs war, Mitleid und holte uns ab. Er brauchte zwar auch eine Stunde bis dort draußen, aber es war schon tröstlich zu wissen, dass Hilfe unterwegs ist.

Der Schienenersatzbus kam ca. anderthalb Stunden, nachdem wir aus dem Zug geworfen wurden und kurze Zeit später wurden auch wir abgeholt. Durch den persönlichen Service hatte ich das Glück bis vor die Tür gefahren zu werden – sonst wäre ich vielleicht jetzt noch nicht da. Und erst recht nicht auf dem Weg zum Grillen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s