AABAAAAB – Der etwas andere Nobelpreis

Heute bin ich durch Zufall über den Ig-Nobelpreis gestolpert. Dieser „Anti-Nobelpreis“ wird für absurde Erfindungen, Untersuchungen oder Forschungen vergeben. Beispiele gefällig? Gern:

Der Ig-Nobelpreis für Medizin ging im letzten Jahr an Donald L. Unger, der durch 50-jähriges Selbststudium nachwies, dass Fingerknacken nicht zu Arthritis führt: „Er knackte dazu 50 Jahre lang regelmäßig mit den Fingern seiner linken, nicht aber seiner rechten Hand. Arthritis bekam er in beiden Händen nicht.“
Oder der für Physik, der für die Begründung vergeben wurde, warum schwangere Frauen nicht vornüber kippen.
Oder für Gesundheit (gibt es neben „Medizin“ auch) „für die Entwicklung eines BHs, der im Notfall in zwei Atemschutzmasken umgewandelt werden kann, die somit immer griffbereit sind.“

Das zeigt doch mal wieder, dass man nur ein wenig Witz, Phantasie und wissenschaftlichen Ehrgeiz braucht, um mal einen Nobelpreis zu gewinnen. Ob es bei diesen Preisen allerdings auch 1 Million Euro Preisgeld gibt, wie beim Original, bezweifle ich. Aber Geld ist ja auch nicht alles.

Und was das Beste ist: Der Ig-Nobelpreis aus dem Jahr 2007 für Brian Wansink bestätigt die Theorie vom Außenreiz-Essen, die ich schon lange für wahr halte: So lange noch etwas auf dem Teller ist, wird es auch gegessen. Die Testpersonen, die aus einer selbstnachfüllenden Schüssel Suppe gegessen haben, haben 73% mehr konsumiert als bei normalen Schüsseln – ohne sich satter zu fühlen.

Ignoble Grüße,
Stefan

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Eine Antwort to “AABAAAAB – Der etwas andere Nobelpreis”

  1. Dietrich Says:

    Ich empfehle das Buch „Lachende Wissenschaft“ von Mark Benecke und auch seine Beiträge auf Radio Eins am Samstag vormittag (Die Profis“).

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