ABABBBBA – Im MRT

Keine Angst, es ist nichts passiert! Weder Schlaganfall, noch Durchblutungsstörungen, noch Ausfälle – na ja, manchmal schlaf´ ich einfach so ein, scheint aber niemanden so recht zu beunruhigen. Ich habe mich ganz freiwillig in die Röhre begeben und es war, ich muss es sagen: Relativ unspektakulär.

Die ganze Untersuchung hat mit meiner Teilnahme an einer Studie für das „Max-Planck-Institut für Bildungsforschung“ zu tun. Die laden mich ab und zu mal ein, bei einer Studie teilzunehmen und da darf ich dann bei ein paar Gedächtnisspielen mitmachen, mich befragen lassen und generell medizinisch-psychologisch abklopfen lassen. Alles für die Wissenschaft. Diesmal ging es um eine Untersuchung zur „Subjektiven Einschätzung von Gedächtnisleistungen“. Im konkreten musste ich versuchen, mir Dinge einzuprägen – Wortpaare, Worte und ähnliches – und bei der anschließenden Abfrage, ob ein bestimmtes Wort(-paar) schon mal auftauchte, angeben, wie sicher ich mir meiner Erinnerung bin. Klingt erst mal ganz einfach, aber bei ungefähr 100 Worten (geschätzt) wird es doch ein bisschen knifflig einzuschätzen, ob ein Wort in der Masse war. Dazwischen immer wieder nette „Aufmerksamkeitsspielchen“, also kurze Aufgaben – 1, 2 Minuten -, in denen die Konzentrationsfähigkeit abgeprüft wird.

Und was hat das MRT damit zu tun? Nun, am Donnerstag war ich für genau solche Aufgaben in jenem. Rauf auf die Liege, Video-Brille (mit eingebautem Bildschirm) auf und in die Röhre! Dort galt es dann, den Kopf möglichst ruhig zu halten, damit die Fotos nicht verwackeln und dabei die Aufgaben zu lösen (in der Hand hatte ich eine Art Controller, mit dem ich meine Antworten steuern konnte). Angekündigt und trotzdem überraschend, war, wie laut das MRT wird. Ein permanentes Brummen, Knattern und Knarzen während der Untersuchung. Die Magneten scheinen sich unheimlich angestrengt zu haben, aber ich habe das ja auch. Das Schwierigste bei der Übung war, nicht gedanklich abzudriften: Ich liege da so (am Anfang sogar noch recht gemütlich) und alle 4 Sekunden wird ein Wortpaar eingeblendet, zum Beispiel „Palme – Fernseher“. Schon schwer, sich dabei dauerhaft auf die gestellte Aufgabe zu konzentrieren und nicht von Palmen, an einem weißen Strand zu träumen….

Das einzige Traurige ist, dass ich von meinen Resultaten nichts erfahre. Ich verschwinde erst mal in der Statistik der großen Masse der Studienteilnehmer (ich hatte die ID 3202 – muss wohl noch ein paar geben) und außerdem erfahre ich frühestens in anderthalb Jahren von den Ergebnissen – wenn die Leiterin der Untersuchung ihre Doktorarbeit (um diese geht es) fertig hat. Ich bin schon mal gespannt.

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