AAAABBA – Schnee und Eis im Plänterwald

Kennt ihr noch den Plänterwald? Also von früher, als er noch Rummel war und nach Abenteuer, Herzklopfen und Zuckerwatte roch? Ich habe leider nur noch undeutliche Erinnerung an ihn, da der „Kulturpark Berlin“ bereits zur Wende (1989) geschlossen wurde. Aber was das für schöne Erinnerungen sind!

Heute steht der Vergnügungspark leer und verlassen da. Die Achterbahn gammelt vor sich hin, die Wagen der Parkbahn rosten und sind verbeult und auch das Riesenrad steht still da. Aber immerhin – wenn es auch ein schwacher Trost ist – kann man ihn umrunden. So getan von ungefähr 15 unerschrockenen Marathonläufern und einer Nicole. Sigrid hatte diesmal in den Süd-Osten Berlins eingeladen (Bezirk Treptow-Köpenick) und einige alte Bekannte (Kurt Gormanns, KP Ulmschneider, Lothar Preißler, Hajo Meyer) haben sich eingefunden.

Nicht so steil wie im Volkspark Prenzlauer Berg, aber dennoch eine sehr schöne Strecke: Zunächst durch den verschneiten Winterwald (bei ziemlich glatten und rutschigen Verhältnissen) und rückzu immer an der Spree entlang. Eine gemütliche, flache Runde, die nach einer Eröffnungsrunde (2,195 km) acht mal zu durchlaufen war. Die ersten dreieinhalb Runden konnte ich mit einem meiner großen Vorbilder zusammenlaufen: Ich war mit unserem Vereinsvorsitzenden (vom 100 MC) unterwegs, Hajo Meyer, der heute seinen 1238. Marathon (oder Ultra) bestritten hat. Er erzählte mir, dass er erst mit 48 Jahren seinen ersten Marathon gelaufen ist (aus gesundheitlichen Gründen) und zu Schulzeiten (wie so viele) mit dem Langstreckenlauf eigentlich gar nichts anfangen konnte. Nun, und jetzt ist er mehrmaliger Hamburger Meister (100 km), Altersklassenmeister und hat sogar schon an den Deutschen Meisterschaften (ich glaube 24 Stunden) teilgenommen. Und der Mann sieht wesentlich jünger aus, als sein 70 Jahre, die offiziell zusammenkommen!

Die nächsten paar Kilometer war ich allein unterwegs, aber für das Ende hat Nicole sich noch angekündigt und so liefen wir die 7. Runde zunächst komplett gemeinsam und auf der 8. Runde kam sie mir ein Stück entgegen. So ließ sich auch das kleine Motivationstief zwischen Runde 5 und 6 überstehen und es wurde – mal wieder – ein sehr schöner Marathon.

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