AABAABB – Kältester Marathon für mich

Ein Wochenende mit läuferischen Höhepunkten liegt hinter mir. Genau genommen sind diese Höhepunkte eigentlich Tiefpunkte – auf der Temperaturskala. Der Winter ist in Deutschland eingebrochen und hat Berlin nicht nur weiße Straßen und Parks beschert, sondern auch Temperaturen von -15 Grad. In Worten: minusfünfzehn!!!

Unerschrocken und bibbernd bin ich somit am Samstag morgen am S-Bahnhof Landsberger Allee ausgestiegen und dachte mir einmal mehr: „Jetzt könntest du im kuschlig warmen Bett liegen. Oder zumindest mit einem schönen Buch und einer Tasse heißen Kakao auf dem Sofa. Du könntest so ziemlich alles im Warmen machen, anstatt hier mit den Zähnen zu klappern.“ Aber diese destruktiven Gedanken ließen relativ schnell von mir ab und spätestens, als ich bei Sigrid war und die alten Haudegen Felix Kainz und Klaus-Peter Ulmschneider begrüßen konnte, war ich wieder voll motiviert den Brocken in Berlin in Angriff zu nehmen.

Jobs von Palombini stieß auch noch dazu, zog es allerdings, im Gegensatz zu uns, vor, zum Start zu joggen, sodass wir uns dort wiedertrafen, wo schon ein treuer Helfer – gut eingepackt – stand. Eike war es diesmal, der aufpasste, dass jeder Läufer lächelnd nach der Runde vorbeikommt und so signalisiert: Geht noch! Und aus meiner Sicht hatte Eike heute den härtesten Job, denn wir konnten uns wenigstens bewegen, damit uns nicht kalt wird. Ecki Broy und ein Freund von ihm (der schnelle Christian – Sieger der M30 vor 3 Jahren in Biel!) stießen noch dazu und auch Michael und Frank kamen noch, sodass wir – zumal bei den arktischen Temperaturen – ein ganz stattliches Feld bildeten.

Etwas verspätet fiel dann gegen 8:36 Uhr der Startschuss und wir wurden auf die wunderschöne Runde entlassen. Die Runde ist bei Schneewetter sogar noch hübscher als ohne, denn man hat zwischendurch beinahe das Gefühl, durch einen Winterwald zu laufen. Der Schnee knirscht unter den Schuhsohlen, das Gesicht friert nach und nach ein (viele hatten kleine Eiszapfen am Bart oder an den Wimpern) und die Beine schreien nach Wärme. Das Beeindruckendste fand ich vor, als ich zum zweiten Mal zum Getränkestand kam: Die Cola im Becher war eingefroren, sodass wir erst mit Tee aus der Thermoskanne nachhelfen mussten, damit sich das Gebräu wieder trinken ließ.

Aber ich muss zugeben: das ganze klingt schlimmer als es ist. Ich hatte mich sehr schnell an die niedrigen Temperaturen gewöhnt und als es soweit war, wurde es ein wunderschöner Lauf mit vielen Tappsen im Schnee.

Advertisements

Eine Antwort to “AABAABB – Kältester Marathon für mich”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

    […] hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s