AABAABA – Kältester Doppeldecker für mich

Pünktlich um 13 Uhr stand Hanka im Park am Prenzlauer Berg bereit und ich war wirklich froh, als ich mir mit klammen Fingern die Medaille, Urkunde und eine Weihnachtstasse gesichert hatte, dass ich sofort ins noch warme Auto steigen konnte. Ziel war Hamburg und passenderweise wollten wir in die „Colorline-Arena“ – die Heimat der Hamburger Kühlschränke. Wir hatten uns mit Mario Barth verabredet, der auch in der Stadt war und eine Show von seinem Programm „Männer sind peinlich – Frauen manchmal auch“ zum Besten gab. Ein wenig Sorge hatten wir, weil in Berlin und Brandenburg die Schulferien losgegangen waren, aber bis auf eine allgemeine Müdigkeit und Unkonzentriertheit, die uns beide umfing, gab es auf der Autofahrt keine Probleme.

In Hamburg selbst fanden wir dank Navi – auch wenn dieses einige merkwürdige Anweisungen gab – sofort zum A&O-Hostel, eine quasi-Jugendherberge, und bezogen unser Zimmer. Nicht viel Zeit zum Auspacken, denn wir wollten eigentlich vor Mario Barth noch was schnabullieren. Als wir dann jedoch die Menschenmassse, die sich 75 Minuten vor Beginn der Show vor der Arena gebildet hatte, sahen und daran dachten, dass es „freie Platzwahl“ war, trafen wir kurzfristig die Entscheidung, einfach später essen zu gehen. So brachten wir noch die Wartezeit rum – zum Beispiel mit dem alte „Leute-Beobachten-Spiel“ – und schauten uns das Programm an. Es war ganz gut gemacht und wir mussten an einigen Stellen herzhaft lachen. Nach dem Auftritt hieß es allerdings fast unmittelbar: Wo gibt´s hier was zu essen?

Da die Colorline-Arena etwas ab vom Schuss liegt, wurden wir erst am Hauptbahnhof fündig, dafür war es aber auch ein sehr leckeres Restaurant. Kurz gesnackt (nach mehr kam es mir nicht vor – irgendwie habe ich in letzter Zeit ständig Hunger) und dann durch die klirrende Kälte zurück zum Hostel – schließlich war auch der morgige Tag schon randvoll mit Terminen.

Es stand nämlich noch ein Marathon an. Christian Hottas führte einen seiner Läufe an den Teichwiesen durch und ich nutzte die Gelegenheit um einen (wirklich) allerletzten langen Lauf in diesem Jahr zu machen. Wir mussten uns ein wenig beeilen, aber schafften es noch mit Frühstück, zu 9 Uhr an den Teichwiesen in Volksdorf zu sein. Und es war wie bei einem dejavu: Eine weiße Landschaft, ein paar unerschrockene Läufer und eine lange Strecke vor uns. All das hatte ich doch schon mal am Vortag gesehen…

Neben Christian waren Peter, Peter und Peter erschienen. Da ich mir die Starterliste nicht abfotografiert habe, kann ich leider keine Nachnamen zuordnen – Vornamen sind in diesem Fall aber auch wesentlich einfacher zu merken. Eine halbe Stunde später dann der Start und obwohl es die ersten anderthalb Runden ein wenig wacklig ging, wurde ich doch nach und nach souveräner und schaffte einen ganz lockeren Schritt. Der Schnee dämpfte die Schritte wieder sehr schön, sodass das Laufen echt angenehm war. Zudem hat die Teichwiesen-Strecke kaum Höhenmeter und bietet mit ihrem Panorama und den lichtdurchfluteten Bäumen ein noch schöneres Parameter als der Volkspark Prenzlauer Berg im Winter.

Das Tempo konnte ich sehr konstant halten, sodass ich pünktlich kurz vor 14 Uhr das Ziel erreichte (6 Minuten schneller als gestern) und wir uns beim Griechen in der Nähe erst mal ordentlich stärken konnten. Mit -11 Grad war der Kurs heute nicht viel wärmer als gestern und so kann ich sagen, dass ich die beiden kältesten Marathons, die ich je gelaufen bin, an einem Wochenende durchgeführt habe.

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Eine Antwort to “AABAABA – Kältester Doppeldecker für mich”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

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