ABAAABA – Mit Johann Sebastian gen Sondershausen

Schon die Anreise zu einem Marathon (oder einer anderen Laufveranstaltung) ist oft ein Erlebnis. Man sieht neue Gegenden, hört schöne Musik oder führt einfach ein nettes Gespräch. Oft alles auf einer Fahrt – aber selbst wenn nicht alles drin ist, ist es meist sehr schön. So hieß es also auch am Freitag wieder: Gang rein und Auto raus, aus der Ausfahrt bei der deg (Hankas und meine Firma, data experts gmbh“, weshalb wir auch als „deg-Renner“ unterwegs sind) und gemütlich in den Berliner Feierabendverkehr. Zum Glück konnten wir diesen berüchtigten Stau-Garantie-Service bald hinter uns lassen und fegten flott über die A10 und die A9 in Richtung Süden.

Dank Hankas Angebot, dass ich ein paar CDs mitbringen könne, schmetterte es im Radio „Jauchzet, frohlocket!“ und hinterm Lenkrad schmetterte es nicht weniger. Da in meiner Familie immer in der Vorweihnachtszeit das Weihnachtsoratorium von J. S. Bach (1685-1750) rauf und runter gespielt wird – zumeist der Klassiker mit Peter Schreier, Theo Adam und dem Dresdner Kreuzchor -, ist mir die Musik vertraut und lieb geworden und gehört quasi zu Weihnachten wie das „Gefaddel“ in den Fenstern und die Kerzen am Adventskranz.

Von der Autobahn runter ging es über die Landstraßen per Umleitung nach Sondershausen und da wir so jauchzend-frohlockend am Singen waren, hatten wir die Tankanzeige ganz aus den Augen verloren. Die Kilometerangabe bis zum nächsten Tanken piepste auf einmal, ein kurzer Blick sagte: Noch 60 Kilometer. Puuhh, bis dahin wären wir längst sicher in Sondershausen. Was der Bordcomputer allerdings nicht wusste: Bis hierhin waren wir spritsparend auf der Autobahn gefahren und jetzt ging es Thüringer Serpentinen hoch. Ein zweiter Blick auf die Anzeigen ließen uns dann doch nachdenklich werden: Der Tankstand war im roten Bereich. Und prompt reagierte auch der Computer und zog ungefähr alle halbe Minute 10 Kilometer von der fahrbaren Distanz ab: 60 – 50 – 40 (an dieser Stelle brach mir der kalte Schweiß aus) – 30 – 20 (hier stellte ich mich darauf ein, nachts über den Berg zu joggen) – 10 … Hier blieb er endlich stehen und wir waren auch über den Berg – im wahrsten Sinne des Wortes. Bergab ließen wir uns ganz vorsichtig rollen – ja kein Benzin vergeuden! – und das Navi zeigte auch machbare 7 Kilometer bis zur nächsten Tankstelle.

Wie sich dann herausstellte, stimmte (zum Glück!) die Füllstandsanzeige des Benzintanks nicht ganz, sodass sich der Computer am Ende wieder auf „30 Kilometer bis zum nächsten Tanken“ einließ und mit letzter Mühe erreichten wir die rettende Tankstelle. Einmal volltanken, bitte!

Advertisements

Eine Antwort to “ABAAABA – Mit Johann Sebastian gen Sondershausen”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

    […] hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s