ABABABA – Gymnastische Rhetorik

Ich muss einmal betonen, dass ich in einer wirklich tollen Firma arbeite! Nicht nur, dass die Kollegen spitze sind, dass ein tolles Betriebsklima herrscht und dass die Arbeit nie langweilig wird (geschweige denn, mal ausgeht) – nein, wir haben ganz ernsthaft auch noch tolle Einrichtungen, man kann schon fast „Errungenschaften“ sagen. So gibt es zum Beispiel in Berlin – wo ich arbeite – das Angebot von Massagen (20 Minuten), einen Kaffeeautomaten mit frischem, tiefschwarzem, leckerem Kaffee (unabdingbar für Programmierer), verbilligtes Essen (2 Euro Rabatt auf jedes Mittagessen) und – haltet euch fest! – demnächst auch eine Dusche.

Dank des unermüdlichen Einsatzes, Redens, Flehens, Bettelns, Drängens, Scherzens, Murrens, Hoffens einiger meiner Kollegen und mir (hauptsächlich Radfahrer und Läufer ihreszeichens) zieht demnächst eine Dusche bei uns in die Büroräume. Szenen, in denen ich in Badelatschen, ein Handtuch locker um die Hüften geschwungen, morgens über den Flur schlendere, einen frischen Kaffee in der einen Hand und das Konzept für die Beratung, die in 10 Minuten beginnt, in der anderen, stellen sich unwillkürlich bei mir ein. Schade nur, dass ich gar keine Badelatschen besitze.

Aber neben diesen tollen Features (hier konnte ich einfach nicht auf das Wort verzichten), habe ich heute in Neubrandenburg, wo ich auf Dienstreise bei unserem Hauptsitz weilte, noch eine ganz neue Neuerung festgestellt: Es gibt einen Gymnastikraum! Toll! Dort lagen die Isomatten aufgestapelt, merkwürdige Gummidinger hingen an Haken herum (wie bunte Tücher, bloß halt aus Gummi) und man konnte praktisch spüren, wie in dieser Atmosphäre der Rücken gestärkt und der Schmerz aus den Gelenken vertrieben wird. Wir haben in Berlin auch so etwas, nennen es dort aber „Großer Beratungsraum mit Beamer“.

Weshalb ich auf den Gymnastikraum zu sprechen komme, ist, dass ich in dessen Luft heute einen Vortrag vorbereiten konnte – mit Blick auf die Neubrandenburger „City Nord“ – und mich die sportliche Stimmung und das ausschweifende Leben auf Neubrandenburgs Straßen quasi zu rhetorischen Höchstleistungen getrieben hat. Also: Falls ihr mal eine Rede vorbereiten müsst: Sucht euch die nächste Turnhalle oder legt Isomatten im Büro aus – die Stimmung beflügelt!

Advertisements

Eine Antwort to “ABABABA – Gymnastische Rhetorik”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

    […] hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s