AABAAB – Frankfurt in der Mittagspause

Diesmal melde ich mich von meinem Trockenblog aus der Mittagspause. Geräumige 60 Minuten wurden uns hierfür eingeräumt und so kann ich vor der Nachmittags-Session noch ein bisschen entspannen. Interessanterweise wird in dem Kurs nicht primär vermittelt, was man tun soll, sondern auch zu einem sehr großen Teil, was man nicht tun soll. Erste Regel: „Don´t do it!“. Zweite Regel: „Don´t do it now!“ Das klingt erst mal ziemlich rabiat, unflexibel und schwer änderbar, aber es gibt einfach zu viele Projekte, die an zu großer Flexibilität scheitern. Keep it simple!

Dabei wollte ich aber gar nicht über den Kurs schwatzen, weil ich denke, dass das die meisten Leser nicht sonderlich interessiert, wie ich Software-Architektur begreife und was meine Einstellung zu Test-Driven- und Model-Driven-Design
ist. So kann ich also – und das mache ich auch gerne – in gemütlicher Runde (Szenario: Kaminfeuer, gemütliche Ohrensessel im Halbkreis aufgestellt, einen Becher heißer Schokolade mit Sahnehaube in der Hand, Bücherregale im Hintergrund) darüber parlieren, wer denn am Kurs teilnimmt.

Und damit komme ich zu meinem ersten Steckenpferd: Wenn ich an einem solchen Kurs teilnehme, das heißt, sagen wir ca. 10 unbekannte Leute dabei sind, versuche ich es, mir alle Namen zu den Gesichtern zu merken. Es mag trivial
klingen, aber ich finde es eine Art des Respekts, wenn man weiß, wie man jemanden ansprechen muss. Außerdem stärkt es das Gedächtnis – hoffe ich jedenfalls. Und einer dieser Namen – die einzige Frau im Kurs hat ihn – lautet „Anette Scherer“. Nun, werdet ihr denken, ist ja nix dabei und auch ich würde wahrscheinlich so denken, wenn ich nicht justament „Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi lesen würde. Denn dort wird die Geschichte mit einer Soirree in einem Petersburger Salon eröffnet und die Gastgeberin, Frau Annette Scherer, erhält die Eröffnungsworte in dem Werk. Jetzt kann ich also noch gespannt sein, wann mir ein Nikolai Rostow, Andrej Bolkonskij oder Pierre Besuchow begegnen.

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Eine Antwort to “AABAAB – Frankfurt in der Mittagspause”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

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