AB – Usedom, Regen, das Haar sitzt

Die Idee zum Usedom-Marathon kam ursprünglich von einem Freund meiner Schwester. Detlef und ich hatten uns im letzten Jahr darüber unterhalten. Er ist beruftlich oft in Rostock (oder wohnt sogar da – weiß ich nicht so genau) und hatte so vom Usedomer Marathon gehört. Letztes Jahr war mir das alles ein bisschen knapp mit dem Berlin-Marathon, aber dieses Jahr nehme ich das alles nicht ganz so genau und so konnte der schon mal ins Programm rutschen.

Die Usedomer sind zwar sehr nett, aber den Marathon würde ich trotzdem nicht empfehlen. Das hat überhaupt nichts mit der Organisation oder dem Flair zu tun – das hat wirklich toll geklappt. Nein, es war das Wetter – für das die Veranstalter ja wirklich nichts können. Die Ostsee zeigte sich von ihrer rauhen Seite: Nieselregen, Pladderregen, Regenschauer, Landregen, stürmischer Regen, böiger Regen, Regen von vorn, hinten, oben und, nachdem es sich so schön eingeregnet hatte, auch von unten. Und als ob das noch nicht genug wäre, wehte eine steife Brise von vorn, die mir das klitschnasse Trikot auf Bauch und Brust drückte.

Als mir nach 30 Kilometern dann die Beine schwer wurden, war es mit der guten Laune endgültig vorbei. Die kam aber wieder, sobald ich den Stadionsprecher aus dem Peenestadion tönen hörte. Strandpromenade, Hügel, Wälder und vor allem sehr, sehr lange flache Geraden (mit viel Wind aus Westen!) lagen hinter mir, Glückseligkeit vor mir und so trabte ich auf der aufgeweichten Laufbahn die letzte halbe Runde vom Marathon und fiel dann völlig abgekühlt ins aufgebaute Zelt – Hauptsache trocken. Eine warme Erbsensuppe und das obligatorische Finisherbier holten meine Lebensgeister endgültig zurück und so konnten wir zurück nach Berlin aufbrechen.

Falls sich noch jemand wegen der Zählung der Tage wundert, kann ich noch den Tipp geben, dass es entfernt etwas mit einem grünen Punkt zu tun hat. Ansonsten läuft ab morgen die Vorbereitung für die 24 Stunden – nach dem Rennen ist vor dem Rennen.

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2 Antworten to “AB – Usedom, Regen, das Haar sitzt”

  1. Sherry Lady Says:

    Tja, das Leben ist wie eine Schachtel Pralienen. Man weiß nie was man kriegt!

  2. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

    […] hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, […]

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