Tag XXX – Schweden-Revue XII

Erst jetzt habe ich den Kommentar von meinem Papa gelesen (zu Tag 28) und ja!, er hat recht. Zu lange war ich müßig, ließ Ereignisse unkommentiert vorbeiziehen und die wissensdürstenden wissendürstend bleiben. Aber, wie versprochen: Alles wird gut!

Wir waren, wie ich nachgelesen habe, auf dem IKEA-Parkplatz stehengeblieben. Den leiblichen Bedürfnisse war allen nachgegeben worden und so fuhren wir satt und zufrieden in Richtung Norden aus Stockholm heraus. Die Information, wo der Haga Parken eigentlich genau liegt, haben wir uns bei einer Kassendame am Hafen geholt und da ihr Englisch noch ein bisschen schlechter war als unseres, rieten wir uns die erste Teilstücke auf der E4 erst mal durch. Aber schon bald tauchten die ersten Ausfahrten auf und wir näherten uns der Ausfahrt Solna, die uns die freundliche Kassiererin beschrieben hatte. Als wir dann im Zentrum von Solna waren, war zwar noch nichts von einem Park, geschweige denn von Kubb-Spielern zu sehen, aber ein weiterer kurzer Informationsstopp an der Tankstelle brachte Aufklärung, dass wir uns nur noch ca. 4 Kilometer weg befanden und nach kurzer Fahrt war es dann auch geschafft: Der Eingang des Haga Parken lag vor uns.

Der Haga Park wurde von König Gustav III. gegründet, einem Herrscher, der sich sowohl für die Natur als auch die Kultur interessierte und diese auch mit viel Geld und Engagement förderte. Er schrieb unter anderem auch selbst Theaterstücke. Er gründete das Stockholmer Opernhaus (1782), die Schwedische Akademie (1786), die heutzutage den Nobelpreis verleiht (jedenfalls in den meisten Kategorien) und u.a. auch den weitläufigen Haga Parken. Tragisch ist, dass dieser kultivierte Mann gerade auf einem Maskenball getötet wurde, ein Attentat, dass sich 1792 abspielte und später von Guiseppe Verdi in der Oper „Ein Maskenball“ verarbeitet wurde.

Diesem Herrscher hatten wir es also zu verdanken, dass wir nur wenige Kilometer von der Großstadt entfernt eine riesiege Parkanlage fanden. Beinahe hektargroße Wiesen, kleine Wälder und ab und zu ein Gebäude, wie zum Beispiel der chinesische Pavillon. Nicht zu vergessen, die Buschlandschaft, die Haga Parken für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis machte. So schlenderten wir also gut 90 Minuten durch den Park und suchten zwar vergeblich die Kubb-Spieler, haben dafür aber eine sehr, sehr schöne Landschaft gefunden.

Am Abend ging es weiter und wir fanden, wie immer auf unserem Trip, wieder einen wunderschönen Parkplatz, am See Mälaren und noch während wir unser abendliches Bad nahmen, stieg ein wunderschöner, voller Mond über dem See auf.

Da die hundert Wörter mehr als voll sind, ist für heute erst mal genug – Fortsetzung folgt.

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Eine Antwort to “Tag XXX – Schweden-Revue XII”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

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