Tag XXIII – Schweden-Revue VII

Unser Schwedener See – mittlerweile weiß ich auch den richtigen Namen: „Brogylet“ – lieferte uns die perfekte Idylle für den geplanten Grillabend. Aber: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen und so machte ich mich auf den Weg um den See. Die eine Seite (diejenige, an der wir mit Heinz standen) ist für die Begehung (bzw. Belaufung) problemlos geeignet, als ich mich jedoch durch das Unterholz auf der Westseite des Sees kämpfte, wurde mir klar, warum der Orientierungslauf gerade in Schweden erfunden wurde.

Nach diesen 1,8 Kilometern und einem kurzen Bad im See (sehr klares, leicht rötliches Wasser), konnten wir also unseren Einweggrill auspacken und am Strand aufbauen. Leckere Steaks hatten wir aus Tyskland mitgebracht und während diese brutzelten quizzelten wir noch ein bisschen mit den Trivial Pursuit-Karten. Zum Fleisch gab es traditionell Kartoffelsalat und – nicht ganz so traditionell – Sherry und Gin Tonic. So prassten wir also, genossen die schöne Aussicht auf unseren Haussee und ließen uns auch von weiteren temporären Badegästen – einer schwedischen Familie – gut unterhalten.

Hier zeigte sich uns zum ersten mal eine Tradition, die in Schweden verbreitet zu sein scheint: Die Leute schnappen sich abends das Auto, fahren an Seen und springen nach einem heißen Tag einfach noch mal ins Wasser. Ich kannte das bisher nur von meiner Schwester und ihrer Familie, die abends gern noch mal an den Liepnitzsee fahren, aber ich finde das einen sehr feinen Zug an den Schweden. Gesättigt, etwas betrunken und völlig zufrieden sanken wir dann in unsere Kojen und schliefen bis weit in den nächsten Morgen.

Gegen 9:40 Uhr schlich ich mich langsam raus, um eine Runde um den See zu joggen (ihr wisst schon: Orientierungslauf), als „Aufstehen“ würde ich das aber noch nicht bezeichnen, da die Augen noch ziemlich verklebt waren. Der richtige Start in den Tag, kam dann, als wir früh noch mal in das kühle Wasser des Sees stiegen. Das erfrischt, weckt die Lebensgeister und lässt einen prima in den Tag starten. Aus Mangel an Bäckern in der Gegend ließen wir das Frühstück einfach aus und starteten gleich auf der E29 weiter in Richtung Norden.

Auf dem Weg nach Norden (immer Richtung Stockholm, das wir am Mittwoch erreichen wollten), fielen uns die vielen Werbeschilder für Glasmanufakturen auf und uns wurde relativ schnell bewusst: wir befinden uns im „Glasriket“ – dem „Glasreich“. Småland -die Heimat von Astrid Lindgren und ihrer Figuren – durch das wir reisten, ist berühmt für seine kunstvolle Glasherstellung und da Hanka Glaskugeln sammelt, wollten wir uns eine solche mal anschauen. Wir wollten zunächst Kosta ansteuern, was uns dann, als wir da waren jedoch wesentlich zu touristen-orientiert erschien.

(Kurzer Einschub: Mir fällt gerade auf, dass wir Randy erst an diesem Tag – dem Dienstag – getroffen hatten. Bitte einfach hier die Stelle vom letzten Blog denken. Danke.)

Ein was gutes hatte Kosta allerdings: Eine Kaufhalle. Und so konnten wir uns mit dem nötigsten eindecken: Würstchen (trotz massiver Vorbereitung waren unsere fast alle) und schwedisches Brot (seeeehr lecker!). Nach dieser kurzen Enttäuschung setzten wir unseren Weg in Richtung Mariannelund fort und fanden schließlich doch noch eine Glasherstellung, die zwar auch touristisch orientiert war, jedoch längst nicht so schlimm. Dort schauten wir uns die sehr schönen Exponate an (sehr viele bunt gestaltet) und wollten auch bei der Produktion zuschauen, jedoch waren die Öfen zwar geheizt, aber der Glasbläser schien gerade Pause zu haben. Blieb nur noch eine Frage offen: Kaffee jetzt gleich oder lieber später? Wir entschieden uns für Kaffee in Mariannelund – wollten aber vorher noch das berühmte Lönneberga besuchen und machten uns deshalb schnell auf die Socken.

Da die hundert Wörter mehr als voll sind, ist für heute erst mal genug – Fortsetzung folgt.

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Eine Antwort to “Tag XXIII – Schweden-Revue VII”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

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