Tag XXI – Schweden-Revue V

Tja, da waren wir nun also auf dem angeblich höchsten Gebäude Schwedens und haben es gar nicht gemerkt. Uns hat nämlich der virtuelle Reiseführer (Audio-Guide) in Stockholm (dazu später mehr) erfolgreich weißgemacht, dass die Öresund-Brücke den „Kaknästornet“ (Fernsehturm) aus Stockholm als höchstes Gebäude in Schweden abgelöst hat. Jetzt hat sich jedoch herausgestellt, dass der Fernsehturm nicht etwa von unserer schwedener Lieblingsbrücke abgelöst wurde, sondern vom „Turning Torso“, der zugegebenermaßen nicht weit weg (17 Minuten mit dem Auto) – aber ja nun wirkich kaum zu verwechseln. Aber: Auto drüber, die Brücke ist wirklich toll. Zunächst fährt man von Köööbenhaven (oder so ähnlich muss es wohl im dänischen artikuliert werden) durch den 4 km langen Drogdentunnel (damit die Flugzeuge ihre Einflugschneise haben), dann über das künstliche „Pfefferinselchen (Peberholm, ebenfalls 4 km lang) und anschließend über die schier endlos lange Brücke selbst (7,8 km). Und ungefähr auf dem letzten Drittel dieser gigantischen Konstruktion lächelte uns das Schild entgegen: Sverige. Wir waren da!

Wenige Minuten später lächelte es uns erneut entgegen, diesmal ein menschliches Antlitz, getrennt von uns durch eine Glasscheibe und nach kurzem Taxieren unseres Begleiters Heinz meinte sie: 75 Euro, bitte. Zum Glück waren wir vorgewarnt, dass ein Gerät mit Überlänge über die Öresundbrücke zu schaffen etwas teurer ist, aber ich finde es schon ziemlich happig für eine Länge von ca. 16 Kilometern diesen Betrag zu verlangen. Aber sei es wie es soll, wir waren gut hinüber, hatten uns mit dem Preis arrangiert, zahlten, ebenfalls lächelnd, mit unseren letzten dänischen Kronen und entrauschten in die wilde Wildnis Schwedens.

Das erste Ziel musste natürlich Ystad lauten. Ich war mit meiner Mama im Jahr 2005 in dieser schönen Kleinstadt auf Wallanders Spuren unterwegs und war so begeistert davon, dass ich Hanka unbedingt auch ein bisschen davon zeigen wollte. So hatten wir also noch eine gute Stunde Fahrt, kamen u.a. an Sturup, dem Flughafen für Malmö und Ystad, vorbei und setzten dann schließlich im Yachthafen von Ystad unseren Anker. Später im Urlaub sollte hier Wallander Ake Larstam – der zu dem Zeitpunkt schon 8 Menschen ermordet hatte – verfolgen, aber davon wusste ich zum Glück noch nichts, ansonsten hätte ich mich vielleicht schon ein wenig gegruselt. So machten wir es uns also für unseren ersten „richtigen“ Abend mit Heinz bequem und schon hier zeichnete sich ein Muster ab, das wir eigentlich den ganzen Urlaub beibehalten haben: Nachdem wir tagsüber unterwegs waren, hier und dort gehalten haben, stellten wir abends das Wohnmobil ab, ließen frische Luft rein (Heinz hatte seine Gase, speziell zum Ende nicht immer unter Kontrolle) und ich ging an die frische Luft. Die tägliche Joggingrunde stand noch an, aber ich beeilte mich und lief meist nur ca. 2 Kilometer, um so viel wie möglich vom gemütlichen Abend zu haben. An diesen gab es dann meist Nudeln mit Soße und anschließend lasen wir ein bisschen draußen (wie an diesem Abend) oder quatschten – bis schließlich die Sonne unterging und wir unseren langverdienten Schlaf (speziell Hanka) genießen konnten. Es wurde Abend und es wurde Morgen: zweiter Tag.

Da die hundert Wörter mehr als voll sind, ist für heute erst mal genug – Fortsetzung folgt.

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Eine Antwort to “Tag XXI – Schweden-Revue V”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

    […] hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, […]

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